Gereizte Lidränder erfordern geduldige Pflege
Nicht immer harmlos: Blepharitis kann gefährliche Folgen für die Augenoberfläche haben

Eine Entzündung der Lidränder (Blepharitis) kann sehr unangenehm sein und lang anhaltende Beschwerden verursachen. Patienten aller Altersgruppen können betroffen sein. Dr. Thomas Kaercher vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands gibt Ratschläge, worauf besonders zu achten ist.

Die Augen sind am Morgen oft verklebt, die Lidränder sind rot und geschwollen. Juckende Lidränder zeigen eine Entzündung in diesem Bereich an – eine Blepharitis erscheint und führt den Patienten zum Augenarzt. Oft greift diese Entzündung auch den Augapfel an, sie führt zu einer Rötung der Bindehaut mit Fremdkörpergefühl und Kratzen. In dieser Phase spricht man von einer Blepharo-Konjunktivitis.

Die Beschwerden können verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten sind Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Rosacea. Selbst milde Hauterkrankungen können starke Augenbeschwerden auslösen. Auch eine Störung der bakteriellen Besiedelung des Lidrands kann zu einer Entzündung führen. Dabei werden die Meibom-Drüsen der Lidkante besonders geschädigt.

Die Krankheit ist zum Leidwesen der Betroffenen hartnäckig. Sie verläuft meist wellenförmig und ist wiederkehrend. Die Therapie muss diesen wellenförmigen Phasen angepasst werden, sie braucht Geduld und Sorgfalt. Am allerwichtigsten ist die Reinigung und Pflege der Lidränder.
Bei der Pflege sollten die Betroffenen auf folgende Punkte achten:

  • Kontaktlinsenträger sollten die Tragezeit der Linsen verkürzen. Zwei Stunden täglich ohne Kontaktlinsen entlasten das Auge. Ein Tag pro Woche kontaktlinsenfrei hilft ebenso. Bei gereizten Lidern ist es sinnvoll, auf Kosmetika zu verzichten.
  • Reinigung der Lidränder. Dies gelingt am sichersten mit vorgefertigten Reinigungstüchern. Die Unterlider sind einfach zu reinigen, an den Oberlidern ist der Zugang schwieriger. Diese Reinigung sollte täglich erfolgen – wie das Zähneputzen. Das vermeidet hartnäckige Verkrustungen und entleert die Meibom-Drüsen kontinuierlich.
  • Wärme an den Lidern hilft. Bei höherer Temperatur werden die Fette der Meibom-Drüsen verflüssigt und können leichter aus den Meibom-Drüsen bewegt werden. Daher ist die Anwendung von warmen Auflagen an den Lidern sinnvoll.

Die Pflege der Lidränder muss langfristig durchgeführt werden. Das gilt besonders, wenn eine Grunderkrankung vorliegt. Stets sollte der Augenarzt die Diagnose stellen und die Behandlung festlegen. Die Blepharitis ist oft auch eine Erkrankung der Augenoberfläche. Dann muss die Lidbehandlung durch eine Behandlung der Augenoberfläche ergänzt werden.

Augenärzte können nicht nur weitere Hinweise zur Lidkantenpflege geben. Sie können in schweren Fällen auch mit entzündungshemmenden Tropfen, Salben und Tabletten behandeln.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte
Aktuelles vom 01.06.2017
Mit VR-Brillen wird das Sehen anstrengender
Was ist in der virtuellen Realität aus augenärztlicher Sicht zu beachten?

Die virtuelle Realität (VR) tritt immer häufiger in Konkurrenz zur realen Welt. Zu Spielekonsolen gehören heute schon häufig VR-Brillen, die dem Träger vorgaukeln, sich in einer anderen, eben der virtuellen Realität zu bewegen. Der Einsatz von VR-Brillen ist zudem nicht nur in einer Spieleumgebung denkbar, sondern auch in der Außenwelt, auf der Straße. 
Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man solche Brillen über längere Zeit hinweg trägt, darüber gibt es bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Prof. Dr. Dieter Friedburg vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) erläutert, was aus augenärztlicher Sicht im Zusammenhang mit VR-Brillen zu beachten ist.

Seekrankheit
Das haben viele Menschen, die VR-Brillen ausprobiert haben, schon erlebt: Sobald sich virtuelle und reale Bewegungen überlagern, kann das Übelkeit hervorrufen – ein ähnliches Phänomen wie bei der Seekrankheit. Prof. Friedburg rät zudem zu Vorsicht: „Wenn ein VR-Spieler nicht sitzt, können Bewegungen in der virtuellen Welt Störungen der Koordination hervorrufen – und dann steigt die Gefahr von Unfällen.“ Hier ist also besondere Vorsicht geboten.

Auf den Pupillenabstand achten
Nicht alle VR-Brillen bieten die Möglichkeit, den Pupillenabstand (Interpupillardistanz, PD) anzupassen. Für die meisten Menschen ist das kein Problem. Nur wenn die PD der Brille zu stark von der ihres Trägers abweicht, führt das zu Beschwerden. Deshalb rät Prof. Friedburg dazu, eine VR-Brille vor dem Kauf auf jeden Fall auszuprobieren.

Der Wechsel von Fern- auf Nahsicht
Ein komplexes Thema ist der Wechsel von Fern- auf Nahsicht. Die Augen junger Menschen verfügen über zwei Mechanismen, um die Augen auf das Sehen in der Nähe anzupassen: Die Akkommodation ist die optische Naheinstellung des Auges – die Linse verformt sich und damit verändert sich die Brechkraft des Auges. Im Laufe des Lebens geht diese Fähigkeit verloren, so dass der Mensch mit der Zeit alterssichtig (presbyop) wird. Der zweite Mechanismus ist die Konvergenz, die Anpassung der Augenstellung an die Nähe, so dass beide Augen ein Objekt nah vor dem Gesicht fokussieren.
VR-Brillen sind für den Fernblick eingerichtet. Wenn in der virtuellen Welt auch die Nähe abgebildet wird, muss derjenige, der die Brille trägt, nicht akkomodieren, aber er muss dennoch seine Augenstellung an die Nähe anpassen. Damit haben ältere, bereits presbyope Menschen keine Probleme. Doch junge Menschen müssen erst lernen, Akkommodation und Konvergenz zu entkoppeln.

Vorteile der VR-Brillen kann nicht jeder nutzen
Menschen, deren räumliches Sehen eingeschränkt ist, weil sie schielen – auch wenn es sich nur um einen so genannten Mikrostrabismus mit sehr kleinem Schielwinkel handelt – können die Vorteile von VR-Brillen nur teilweise nutzen. Davon sind etwa fünf Prozent der Menschen in Deutschland betroffen.
Konkurrenz von realer und virtueller Welt – eine Herausforderung

Werden VR-Brillen nicht nur im Spiele-Modus eingesetzt, sondern auch im täglichen Leben benutzt, etwa um Informationen einzublenden, sind weitere Gesichtspunkte zu beachten: Der Blickwechsel von der realen in die virtuelle Welt und zurück kann zu einer erheblichen Mehrbelastung unseres visuellen Systems führen; der ständige Wechsel zwischen unterschiedlichen Entfernungen und der damit verbundene Aufwand für Akkommodation und Konvergenz kann sehr anstrengend sein.

„Der Träger wird wohl eine Lernphase benötigen, bis er mit der neuen Sehwelt vernünftig umgehen kann“, erwartet Prof. Friedburg, „denn er muss ja seine Hauptblickrichtung dauernd wechseln. Erst die Erfahrung kann zeigen, ob die hierbei mögliche Mehrbelastung sich negativ auswirken wird.“ Daneben kann die Konkurrenz der beiden Welten Risiken bergen. Schenken wir der virtuellen Welt zu viel Aufmerksamkeit und beachten zu wenig, was um uns herum geschieht, drohen Unfälle im Straßenverkehr – schon heute ist ja zu beobachten, dass der Blick aufs Smartphone manche Fußgänger zu sehr ablenkt, um auf rote Ampeln zu achten.

Ebenso werden auch die Programmierer der virtuellen Welt erst lernen müssen, verträgliche Modelle zu entwickeln. „Eins ist voraussehbar“, meint Prof. Friedburg: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte das neue Sehen anstrengender werden.“

Quelle: Berufsverband der Augenärzte


Aktuelles vom 02.01.2017
Müden, trockenen Augen vorbeugen

Tipps vom Augenarzt für die kalte Jahreszeit


Draußen wird es ungemütlich kalt, da bleibt man lieber in wohlig geheizten Räumen. Das ist verständlich, es kann aber dazu beitragen, dass man öfter das unangenehme Gefühl müder, trockener Augen hat. Prof. Dr. Gerd Geerling, Leiter des Ressorts „Trockenes Auge und Oberflächenerkrankungen“ im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands gibt einige Ratschläge, wie man gerade während der Heizperiode diese Beschwerden vermeiden kann.


Der Tränenfilm benetzt die Augenoberfläche und hat für die Gesundheit der Augen eine wichtige Funktion. Mit jedem Lidschlag wird dieser Film von neuem auf der Augenoberfläche verteilt. So bleibt sie glatt und geschmeidig, kleine Fremdkörper werden einfach weggespült. Keimtötende Substanzen im Tränenfilm schützen das Auge vor Infektionen. Und auch Sauerstoff und Nährstoffe kommen über den Tränenfilm zur Hornhaut, dem durchsichtigen Teil der Augenoberfläche. Doch diese Aufgaben kann nur ein intakter Tränenfilm leisten. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man dafür sorgen, dass die Augen angenehm feucht bleiben.


Frische Luft tut gut

Die Luft in geheizten Räumen ist in der Regel sehr trocken, so dass der Tränenfilm schneller verdunstet. Regelmäßiges Lüften schafft hier Abhilfe, noch besser sind häufige Spaziergänge an der frischen Luft – mag es draußen auch neblig und kalt sein.


Luftzirkulation im Auto drosseln

Auch im Auto gilt, dass die Luft möglichst nicht zu stark aufgeheizt werden sollte, denn je wärmer die Luft ist, desto trockener ist sie auch. Außerdem sollte die Luftzirkulation möglichst niedrig eingestellt sein und der Luftstrom sollte nicht direkt auf die Augen gerichtet sein.


Viel trinken

Ebenso wie die frische Luft trägt auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ganz allgemein zu einem guten Allgemeinbefinden bei und beugt daneben auch dem Trockenen Auge vor.


Bewusst häufig blinzeln

Kommt zum Aufenthalt in geheizten Räumen auch noch die Arbeit am Computerbildschirm dazu, kann ein weiterer Faktor zum Trockenen Auge führen: Bedingt durch die konzentrierte Arbeit sinkt die Lidschlagfrequenz, der Tränenfilm wird nicht mehr so häufig erneuert und kann aufreißen. Da hilft es, zwischendurch mal ganz bewusst zu blinzeln.


Die Lidkanten sanft reinigen

Ein wichtiger Bestandteil des Tränenfilms ist die obere, ölige Schicht. Sie sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet. Das fetthaltige Sekret wird in den Meibomdrüsen produziert, die an den Lidkanten sitzen. Eine vorsichtige, sanfte Reinigung mit warmem Wasser und anschließender Massage der Lidkante, zum Beispiel mit einem Watteträger, unterstützt gegebenenfalls die Funktion dieser Drüsen.


Bei andauernden Beschwerden zum Augenarzt

Wer langfristig unter trockenen Augen leidet, sollte eine Augenarztpraxis aufsuchen. Mit verschiedenen Untersuchungsverfahren können Augenärzte abklären, ob genügend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange der Tränenfilm stabil ist und ob über das Trockene Auge hinaus eventuell behandlungsbedürftige Schäden an der Augenoberfläche bestehen. In den allermeisten Fällen können Tränenersatzmittel die Beschwerden rasch lindern, die heute in großer Vielfalt zur Verfügung stehen – als Augentropfen, als Gele oder auch als Sprays. In ganz schweren Fällen mit einer anhaltenden Entzündung der Augenoberfläche kann der Augenarzt entzündungshemmende Augentropfen verordnen.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 28.11.2016
Chancen sehen – für gesunde Augen ein Leben lang

Internationale Leitlinie betont den Wert der Früherkennung


Viel zu oft erleben Augenärzte es, dass Patienten in ihre Sprechstunde kommen, deren Sehvermögen unwiederbringlich geschädigt wurde – obwohl man ihnen hätte helfen können, wäre ihre Krankheit nur rechtzeitig erkannt geworden. „Die Augenheilkunde bietet hervorragende Chancen, die Augen bis ins hohe Alter gesund zu erhalten“, betont Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) aus Anlass der Woche des Sehens. „Wir rufen dazu auf, diese Chance zu sehen und zu nutzen.“


Die Woche des Sehens 2016 stellte das Thema „Chancen sehen“ in den Mittelpunkt. Und Chancen sehen die Augenärzte für ihre Patienten vor allem in der Früherkennung von Augenkrankheiten. Ein Beispiel ist das Glaukom (Grüner Star). Vom Patienten oft über Jahre unbemerkt, sterben nach und nach die Fasern des Sehnervs ab. Die damit verbundenen Ausfälle im Gesichtsfeld bemerkt der Betroffene erst, wenn der größte Teil des Nervs zerstört ist. Mit einem Glaukom-Check, der die Untersuchung des Sehnervenkopfs an der Spaltlampe mit der Messung des Augeninnendrucks (ein wichtiger Risikofaktor) kombiniert, kann ein Augenarzt das Glaukom schon sehr früh erkennen und dann das Fortschreiten mit Augentropfen, Lasereingriff oder Operation stoppen.

Eine im Februar 2016 vom International Council of Ophthalmology (ICO) veröffentlichte Leitlinie rät ausdrücklich, die Chancen der Glaukomfrüherkennung zu nutzen: „Die meisten Patienten mit Glaukom sind sich dessen nicht bewusst, dass sie an einer das Sehvermögen bedrohenden Krankheit leiden. Ein bevölkerungsweites Massen-Screening wird derzeit nicht empfohlen. Doch alle Patienten, die zu einer Augenuntersuchung kommen, sollten eine Untersuchung erhalten, um ein Glaukom auszuschließen, und bei ihnen sollte das Vorliegen von Risikofaktoren für ein Glaukom geklärt werden. Glaukompatienten sollten angehalten werden, ihre Geschwister, Eltern und Kinder darüber zu informieren, dass sie ein erhöhtes Glaukomrisiko haben und dass sie regelmäßig untersucht werden sollten.“


Auch andere Volkskrankheiten in der Augenheilkunde lassen sich mit geschultem Blick und augenärztlicher Kompetenz, unterstützt von einer hochentwickelten Diagnostik, in einem frühen Stadium erkennen. „Je früher ein Glaukom, eine Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder auch eine diabetische Netzhauterkrankung entdeckt werden, desto besser sind die Chancen, sie erfolgreich zu behandeln und die Sehkraft zu erhalten“, betont Dr. Eckert.

Früherkennungsuntersuchungen ab dem Alter von 40 Jahren

Mit steigendem Alter wächst das Risiko für eine das Augenlicht bedrohende Krankheit. Der BVA und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) empfehlen daher regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen allen Menschen ab dem Alter von 40 Jahren – zunächst alle zwei bis drei Jahre, ab dem Alter von 60 Jahren dann alle ein bis zwei Jahre. Falls es in der unmittelbaren Verwandtschaft – bei Eltern oder Geschwistern – Augenkrankheiten wie Glaukom oder AMD gibt, sollten die Besuche beim Augenarzt eventuell schon früher erfolgen. Menschen mit Diabetes sollten möglichst rasch nach der Diagnosestellung und danach regelmäßig augenärztlich untersucht werden.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 31.10.2016
DOC Nürnberg Juni 2016
Wir haben für Sie den 29. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) in Nürnberg besucht.

Mit unseren verantwortlichen Mitarbeiterinnen haben wir uns über den aktuellen Stand der operativen Möglichkeiten informiert und offen mit Kollegen über die Neuerungen diskutiert. Die Laserchirurgie der Augenlinse und neue Verfahren bei den Operationen des Grünen Stars standen im Vordergrund.
Aktuelles vom 15.06.2016
Glaukom-Check allen Patienten anbieten
Internationale Leitlinie bestätigt den Sinn der Früherkennung

DÜSSELDORF 13.4.2016 – Eine aktuelle internationale Leitlinie unterstützt die von Augenärzten in Deutschland angebotene Glaukomfrüherkennung. Prof. Dr. Bernd Bertram, der 1. Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands rät: „Allen Patienten ab 40 Jahren, die in eine Augenarztpraxis kommen, sollte der Glaukom-Check angeboten werden.

Der Weltkongress der Augenärzte tagte vom 5. bis 9. Februar in der mexikanischen Stadt Guadalajara. Während der Tagung verabschiedete der International Council of Ophthalmology eine neue Leitlinie zum Glaukom. Dort heißt es: „Die meisten Patienten mit Offenwinkelglaukom und Engwinkelglaukom sind sich dessen nicht bewusst, dass sie an einer das Sehvermögen bedrohenden Krankheit leiden. Ein bevölkerungsweites Massen-Screening wird derzeit nicht empfohlen. Doch alle Patienten, die zu einer Augenuntersuchung kommen, sollten eine Untersuchung erhalten, um ein Glaukom auszuschließen, und bei ihnen sollte das Vorliegen von Risikofaktoren für ein Glaukom geklärt werden. Glaukompatienten sollten angehalten werden, ihre Geschwister, Eltern und Kinder darüber zu informieren, dass sie ein erhöhtes Glaukomrisiko haben und dass sie regelmäßig untersucht werden sollten.“


Vorgehen deutscher Augenärzte bestätigt

Prof. Bertram sieht damit die Praxis deutscher Augenärzte bestätigt: „Wir propagieren keine flächendeckende Früherkennungsuntersuchung wie sie etwa beim Mammographie-Screening allen Frauen über 50 Jahren angeboten wird, sondern die konsequente Aufklärung unserer Patienten und das Angebot von Früherkennungsuntersuchungen bei Personen ab 40 Jahren.“ Dabei legt Bertram Wert darauf, dass nur eine Kombination mehrerer Untersuchungen geeignet ist, ein Glaukom zu erkennen oder auszuschließen: „Für einen Glaukom-Check untersucht der Augenarzt den Sehnervenkopf eingehend an seinem Spezialmikroskop, der Spaltlampe. Hinzu kommt die Messung des Augeninnendrucks, der ein wichtiger Risikofaktor ist.“ Bei auffälligem Befund kommen weitere Methoden wie die Messung der Hornhautdicke und die Untersuchung des Gesichtsfelds zum Einsatz. 


Schleichende Erkrankung

Das Glaukom ist eine in den meisten Fällen schleichend verlaufende Erkrankung des Sehnervs. Dabei sterben die Fasern des Sehnervs nach und nach ab, oft ist dafür ein zu hoher Augeninnendruck verantwortlich. Die Patienten selbst bemerken von den zunächst am Rand des Gesichtsfelds auftretenden Ausfällen oft jahrelang nichts. Wenn ihnen auffällt, dass mit den Augen etwas nicht in Ordnung ist, ist der größte Teil des Sehnervs meist schon unwiederbringlich zerstört. Der Glaukom-Check bietet jedoch die Chance, die Krankheit zu erkennen, bevor gravierende Ausfälle auftreten. Dann können Augenärzte die drohende Erblindung in den allermeisten Fällen mit Augentropfen, Laserbehandlungen oder Augenoperationen verhindern.

 

Die neue Leitlinie steht hier zum Download bereit: www.icoph.org/downloads/ICOGlaucomaGuidelines.pdf


Quelle: Berufsverband der Augenärzte
Aktuelles vom 15.04.2016
Mehr als eine Sehhilfe - Kontaktlinsen
Kontaktlinsen können das Auge schützen und die Heilung fördern

Als kleine, unsichtbare Sehhilfen, die eine hervorragende Sehqualität ermöglichen, sind Kontaktlinsen bekannt und beliebt. Augenärzte setzen sie darüber hinaus auch bei ernsten Augenkrankheiten und Verletzungen ein. Dr. med. Dorothea Kuhn, Leiterin des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), nennt ein Beispiel: „Als Verbandlinse bei Hornhauterkrankungen bieten sie den Patienten Schmerzlinderung und durch den Schutz der empfindlichen Augenoberfläche eine raschere und unkomplizierte Heilung."

Eine Verletzung der Hornhaut des Auges ist oft sehr schmerzhaft und sie kann das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen. „Verbandlinsen sind eine gute Möglichkeit, der Hornhaut Schutz zu bieten und die Heilung ohne bleibende Narbe zu ermöglichen“, erläutert Dr. Kuhn. Die Anpassung dieser speziellen Kontaktlinsen ist besonders aufwändig und erfordert fachärztliche Kompetenz. Den Patienten bieten sie eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden und die Aussicht auf rasche, dauerhafte Heilung.

Irisprintlinsen


Ein weiteres Beispiel für Speziallinsen, die mehr können als „nur“ einen Sehfehler korrigieren, sind Irisprintlinsen. Wird bei einer Verletzung des Auges auch die Regenbogenhaut in Mitleidenschaft gezogen, dann hat das dauerhafte Folgen. Nicht nur das Aussehen des Auges wird durch diesen Defekt in der Iris beeinträchtigt. Manchmal ist die Pupille verzogen und viel größer, was zu erheblichen Störungen des Sehvermögens führt. Außerdem fällt mehr Licht ins Auge, was dann zu störenden Blendungserscheinungen führt. In solchen Fällen können Augenärzte individuell gefertigte Irisprintlinsen anpassen, die dem Auge sein natürliches Aussehen zurückgeben und zugleich das Sehvermögen verbessern.

Hilfe bei krankhafter Vorwölbung der Hornhaut

Der Keratokonus, eine krankhafte Vorwölbung der Hornhaut, führt zu einer starken Fehlsichtigkeit, die sich ab einem bestimmten Grad nicht mehr durch eine Brille ausgleichen lässt. Hier können spezielle, einzeln angefertigte, formstabile Kontaktlinsen angepasst werden, die den Patienten wieder zum Durchblick verhelfen.

Sorgfältige Anpassung

„Kontaktlinsen bedürfen immer einer sorgfältigen, individuellen Anpassung, denn jedes Auge ist einzigartig“, betont Dr. Kuhn. Nicht nur die Sehstärke ist dabei ein Kriterium, sondern beispielsweise auch die Krümmung der Augenoberfläche, was sich im Messwert des Hornhautradius erfassen lässt. Zudem ist zu überlegen, ob formstabile oder weiche Kontaktlinsen im Einzelfall besser geeignet sind. Eine schlecht angepasste Kontaktlinse kann ernsthafte Schäden an der Hornhaut verursachen. Deshalb ist vor der Entscheidung für Kontaktlinsen eine kompetente Untersuchung und Beratung anzuraten. Augenärzte überprüfen bei einer eingehenden Untersuchung zunächst, ob die Augen gesund sind, der Tränenfilm belastbar ist und ob Gründe vorliegen, von einer Verwendung von Kontaktlinsen generell abzuraten. Dann wird in einem weiteren Schritt sicher gestellt, dass die Linse von Material und Design her genau auf das Auge abgestimmt ist.

Hygiene ist das A und O

Ganz gleich, zu welchem Zweck die Kontaktlinsen eingesetzt werden: In der Handhabung ist penible Hygiene das A und O, um unangenehme Reizungen der empfindlichen Augenoberfläche oder gar ernste Infektionen zu vermeiden. Vor dem Einsetzen und Herausnehmen der kleinen Kunststoffschalen müssen die Hände deshalb mit Seife gewaschen werden. Zur Reinigung und Pflege der Kontaktlinsen sollten nur die jeweils zum Linsentyp passenden Mittel verwandt werden. Die Behälter zur Aufbewahrung der Linsen sollten regelmäßig gereinigt und ersetzt werden. Jede neue Packung Pflegemittel enthält in der Regel auch neue Behälter. Darüber hinaus dürfen Kontaktlinsen nicht länger als vom Hersteller angegeben benutzt werden. Insbesondere bei weichen Kontaktlinsen steigt sonst das Risiko ernsthafter Augeninfektionen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt tragen schließlich dazu bei, dass die Freude an der klaren Sicht mit Kontaktlinsen nicht nachlässt

Quelle: Berufsverband der Augenärzte
Aktuelles vom 16.01.2016
Mit der Früherkennung Erblindungen vermeiden
Augenärzte verteidigen den Glaukom-IGeL

Mit großem medialen Aufwand werden individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und Ärzte, die sie anbieten, wieder und wieder an den Pranger gestellt. Der Berufsverband der Augenärzte macht am Beispiel der Glaukom-Früherkennung deutlich, weshalb diese Untersuchungen durchaus berechtigt und individuell wertvoll sind.

„Schlechte Erfahrung mit IGeL? Ihre Beschwerde ist uns wichtig!“ Die Verbraucherzentrale NRW ruft Patienten dazu auf, ihre negativen Erfahrungen mit IGeLn zu dokumentieren. Flankiert wird diese Maßnahme mit einer Pressekampagne, die in unschöner Regelmäßigkeit das vermeintliche Fehlverhalten zahlreicher Ärzte an den Pranger stellt. Im ersten Jahr seines Bestehens sind auf dem Portal 1500 Beschwerden eingegangen. Angesichts des Umstandes, dass mehr als jedem dritten GKV-Versicherten individuelle Gesundheitsleistungen angeboten werden, erscheint diese Zahl nicht sonderlich hoch. Doch die 1500 Betroffenen, die ihrem Ärger Luft machten, geben den Verbraucherzentralen und Gesundheitspolitikern willkommene Munition, gegen die so ungeliebten IGeL zu wettern.

Zu den Arztgruppen, die häufig IGeL anbieten, gehören Augenärzte. Insbesondere die Untersuchung zur Glaukomfrüherkennung steht in der Kritik. Denn neben dem Portal der Verbraucherzentralen zum IGeL-Ärger gibt es seit drei Jahren ja noch den IGeL-Monitor des medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Dessen Fachleute begründen ihre „tendenziell negative“ Beurteilung der Glaukom-Früherkennung mit Nichtwissen: „Das Team des IGeL-Monitors kommt zu dem Schluss, dass man nicht weiß, ob es einen Nutzen gibt, und man weiß nicht, wie groß und häufig Schäden sind.“

Position der Augenärzte

Glaukom (Grüner Star) ist der Name einer chronisch fortschreitenden Augenkrankheit, bei der der Sehnerv nach und nach zerstört wird. Die Betroffenen selbst spüren davon nichts und bemerken durch die Krankheit verursachte Ausfälle im Gesichtsfeld erst, wenn schon der größte Teil des Nervs unwiederbringlich abgestorben ist. Augenärzte erkennen das Glaukom bei einer Untersuchung des Augenhintergrundes an einer charakteristischen Aushöhlung des Sehnervenkopfes (das ist die Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt). Ein wichtiger Risikofaktor für das Entstehen eines Glaukoms ist der Augeninnendruck. Zur Glaukom-Früherkennungsuntersuchung gehören deshalb zwingend die Untersuchung des Sehnervenkopfes und die Messung des Augeninnendrucks.

Das Glaukom ist weltweit die zweithäufigste Erblindungsursache. Die Häufigkeit des Glaukoms nimmt mit dem Lebensalter zu und beträgt bei über 65-Jährigen etwa zwei bis vier Prozent. Die Dunkelziffer der nicht entdeckten Glaukomerkrankungen liegt in Industrieländern bei etwa 50 Prozent. In Deutschland kommt es jedes Jahr zu mehr als 1.000 Neuerblindungen durch Glaukome – und in jedem einzelnen Fall wünschten die behandelnden Augenärzte, sie hätten rechtzeitig eingreifen können. Denn früh erkannt, lässt sich das Glaukom in den allermeisten Fällen gut behandeln und die Erblindung verhindern.

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft fasst in einer Stellungnahme vom August 2015 die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Nutzen der Früherkennung und der Behandlung zusammen:

„Aus wissenschaftlicher Sicht ist in den letzten Jahrzehnten durch Populationsstudien und prospektive randomisierte Therapiestudien zweierlei „evidenzbasiert“ belegt worden:

1. Durch gezielte augenärztliche Untersuchungen können vorher nicht festgestellte Glaukome erkannt werden.

2. Die therapeutische Senkung des Augeninnendrucks kann das Fortschreiten der Glaukomerkrankung aufhalten und deshalb Sehvermögen retten.

Verknüpft man diese beiden Aussagen, dann ergibt sich schlüssig, dass eine Früherkennung des Glaukoms die Häufigkeit der Sehschädigung durch Glaukom herabsetzen kann. Unter diesen Umständen ist die Forderung, man müsse belegen, dass Glaukomfrüherkennungsmaßnahmen (z.B. durch Screening) Erblindungen verhindern können, wissenschaftlich nicht begründet.“

IGeL-Schelte politisch motiviert


Mit großem Aufwand ziehen Krankenkassen und Verbraucherzentralen den Nutzen von individuellen Gesundheitsleistungen in Zweifel. Sie untergraben mit kontinuierlichen Pressekampagnen das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten. Dabei ist diese andauernde IGeL-Schelte politisch motiviert und soll darüber hinwegtäuschen, dass der gesetzlich definierte Versorgungsumfang in der gesetzlichen Krankenversicherung Grenzen hat. Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchungen sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben für die Augenheilkunde zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung eben nicht vorgesehen. Deshalb werden die fadenscheinigsten Begründungen herangezogen, um die Früherkennungsuntersuchungen der Augenärzte zu diskreditieren. Der Leidtragende ist dabei letzten Endes der betroffene Patient.

Rechtzeitig zum Augenarzt

Die Früherkennung einer Augenkrankheit, die jährlich 1.000 Menschen in Deutschland das Augenlicht raubt, mag über dieses gesetzlich vorgegebene Korsett hinausgehen. Augenärzte raten dennoch Menschen mit einem erhöhten Risiko, am Glaukom zu erkranken, zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen, auch wenn sie sie aus der eigenen Tasche bezahlen müssen: Wer älter als 40 Jahre ist, wer Verwandte hat, die am Glaukom leiden, oder wer stark kurzsichtig ist (mehr als -6 Dioptrien Kurzsichtigkeit), der sollte sich bei seinem Augenarzt über die Untersuchung informieren.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte
Aktuelles vom 10.11.2015
Das Auge isst mit
Vitaminreiche Nahrung empfehlenswert, Nahrungsergängzungsmittel nur in Absprache mit dem Augenarzt

Ein paar Kapseln an jedem Tag, und die Gesundheit der Augen bleibt erhalten – das versprechen die Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln häufig, doch so einfach ist das nicht. Richtig ist: Ein vielseite, vitaminreiche Ernährung ist auch für die Gesundheit der Augen förderlich. Nahrungsergänzungsmittel sollten jedoch nur in Absprache mit dem Augenarzt eingenommen werden, rät Dr. Georg Eckert, Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands.

Essen sollte bunt sein: Von roten Tomaten über Karotten und gelbe Paprika bis hin zu reichlich grünem Gemüse wie Spinat oder Grünkohl gibt es eine reiche Palette an leckeren Vitaminquellen, die zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beitragen. Für die Augen sind insbesondere die in grünem Gemüse enthaltenen Farbstoffe Lutein und Zeaxanthin wertvoll, denn sie reichern sich in der Netzhautmitte, der sogenannten Makula lutea (gelber Fleck) an. Hier, an der Stelle des schärfsten Sehens, sind besonders viele lichtempfindliche Zellen dicht an dicht gepackt. Die Farbstoffe schützen sie wie eine „natürliche Sonnenbrille“ vor Schäden, die mit zunehmendem Alter eine Ansammlung von Stoffwechselprodukten und schließlich zu einer Minderung der Sehkraft führen können.

Stellenwert von Nahrungsergänzungsmitteln

Sind solche Schäden bereits eingetreten und leiden Patienten an einer Frühform der trockenen Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), dann kann in bestimmten Stadien die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln helfen, das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten. Das wurde in zwei großen Studien, AREDS 1 und 2 (Age related eye disease study) vor einigen Jahren nachgewiesen. Deshalb kann es nach augenärztlicher Untersuchung und Beratung sinnvoll sein, Präparate einzunehmen, die der in diesen Studien untersuchten Dosierung entsprechen. Die AREDS 1-Dosierung enthielt die Vitamine C und E, zudem Beta-Carotin und Zink. Für AREDS 2 wurde Beta-Carotin gegen Lutein und Zeaxanthin ausgetauscht, da Beta-Carotin bei Rauchern das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken steigern kann. Außerdem wurde der Anteil an Zink reduziert.

Wissenschaftlich belegt: Fortschreiten der AMD lässt sich bremsen

Mit diesen beiden Studien konnte belegt werden, dass bei Personen mit einer ausgeprägten frühen AMD (z.B. viele Drusen) oder einer einseitigen späten AMD das Risiko einer Sehverschlechterung insbesondere durch die Entwicklung einer späten feuchten AMD um rund 25 Prozent gesenkt werden kann. Augenärzte können jedoch nicht dazu raten, in anderen Formen oder Stadien der Erkrankung beziehungsweise einfach nur „zum Erhalt der Sehkraft“ Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, denn dazu gibt es keinen wissenschaftlich belegten Nachweis. Ebenso fehlt ein wissenschaftlicher Beleg für die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln bei anderen Augenkrankheiten wie etwa diabetischen Netzhauterkrankungen.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 31.10.2015
Wenn Doppelbilder und Kopfschmerzen stören

Augenmuskeloperationen sind oft auch bei Erwachsenen nötig


Eine Operation an den Augenmuskeln – in der Umgangssprache oft Schieloperation genannt – ist keinesfalls nur Kosmetik. Sie kann in jedem Lebensalter notwendig werden, auch bei erwachsenen Patienten. Prof. Dr. Klaus Rüther vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) erklärt: „Das Ziel eines Eingriffs an den Augenmuskeln ist grundsätzlich, das beidäugige Sehen zu verbessern. Zusätzlich können oft gravierende psychosoziale Beeinträchtigungen gemildert werden.“


Schielen, in der Fachsprache „Strabismus“ genannt, hat vielfältige mögliche Auswirkungen: Das Sehen von Doppelbildern gehört ebenso dazu wie Kopfschmerzen beim verborgenen Schielen. Bei einem großen Schielwinkel fällt es anderen Menschen oft auch schwer, mit den Betroffenen Blickkontakt aufzunehmen. In den meisten Fällen sind es Kinder, bei denen das Schielen mit einem chirurgischen Eingriff behandelt wird. Doch nicht selten sind auch Erwachsene betroffen, betont Prof. Rüther, der Leiter des Ressorts Strabologie im BVA: „Zum Beispiel, wenn ein oder mehrere Nerven, die die Augenmuskeln steuern, geschädigt sind, kommt es vor, dass erwachsene Patienten plötzlich Doppelbilder wahrnehmen.“ Eine andere mögliche Ursache ist eine bereits bestehende latente Schielerkrankung, die plötzlich nicht mehr kompensiert werden kann. Schließlich führt auch die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow oft zu einer Bewegungsstörung der Augen, der Endokrinen Orbitopathie. In all diesen Fällen kann eine Operation notwendig werden.

Sorgfältige Voruntersuchungen

Die Stellung der Augen, ihre Beweglichkeit und die Kopfhaltung werden vor einer Operation an den Augenmuskeln sehr sorgfältig und im Idealfall wiederholt untersucht. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose, in einfachen Fällen ist es auch möglich, unter lokaler Betäubung zu operieren. Der Chirurg eröffnet die Bindehaut des Auges, nicht aber den Augapfel selbst. Er dreht das Auge in der Augenhöhle so weit, dass er den oder die zu behandelnden Muskel erreicht. „Immer wieder kommt es vor, dass Patienten glauben, ihr Auge würde aus der Augenhöhle herausgenommen, operiert, und dann wieder eingesetzt“, berichtet Prof. Rüther. „Das ist jedoch ein Mythos ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit!“

Räumliches Sehen verbessern

Auch nach der Operation sind sorgfältige Untersuchungen notwendig um festzustellen, wie sich der Eingriff auf das beidäugige Sehen ausgewirkt hat. Meistens werden Operationen an den Augenmuskeln deshalb im Rahmen eines stationären Aufenthalts im Krankenhaus vorgenommen. Nach einem erfolgreichen Eingriff schwinden nicht nur die Doppelbilder und der „Silberblick“ der Patienten fällt weniger stark auf. Auch das räumliche Sehen kann dank der Operation in einigen Fällen wiederhergestellt, oftmals aber zumindest verbessert werden.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 31.07.2015
Verzerrt sehen – wie kommt das?
Ein Symptom mit verschiedenen möglichen Ursachen

Wenn gerade Linien plötzlich krumm erscheinen, dann ist das ein Alarmsignal. Wem die Fugen der Fliesen im Bad plötzlich krumm erscheinen oder wer den Eindruck hat, der Fensterrahmen habe eine Beule, der sollte unverzüglich eine Augenarztpraxis aufsuchen. Am häufigsten ist es eine feuchte Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die solche Probleme mit der Wahrnehmung verursacht, doch auch andere Augenkrankheiten können dahinter stecken.

Verzerrte Linien im Zentrum des Gesichtsfeldes sind äußerst störend: Genau dort, wo wir hinsehen, ergibt sich kein klares, scharfes Bild. Es fällt schwer, zu lesen oder Gesichter zu erkennen. Verantwortlich sind für solche Symptome krankhafte Veränderungen in der Mitte der Netzhaut. Hier liegt die Stelle des schärfsten Sehens, die sogenannte Makula. Verschiedene Augenkrankheiten können das verzerrte Sehen – Augenärzte sprechen von „Metamorphopsien“ – hervorrufen.

Feuchte Altersbedingte Makuladegeneration

Die häufigste dieser Krankheiten ist die feuchte AMD, von der in Deutschland schätzungsweise 250.000 bis 300.000 Menschen betroffen sind. Bei dieser Krankheit wachsen unter der Netzhaut neue, schadhafte Blutgefäße, die undicht sind. Aus ihnen tritt Flüssigkeit aus, so dass die Netzhaut von ihrer Unterlage abgehoben wird. Die Folge ist das verzerrte Sehen. Unbehandelt stirbt die Netzhaut in diesem Bereich ab, so dass in der Mitte des Gesichtsfelds ein blinder Fleck entsteht. Rechtzeitig erkannt lässt sich die feuchte AMD aber durch die Gabe von Medikamenten, die das Gefäßwachstum hemmen, erfolgreich behandeln. Dafür wird der Wirkstoff unter sterilen Bedingungen im Operationssaal ins Auge gespritzt. Diese Behandlung muss mehrfach wiederholt werden. Langfristig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig und je nach Krankheitsverlauf auch erneute Behandlungen. Die Häufigkeit der Krankheit nimmt mit wachsendem Alter zu. Augenärzte empfehlen daher ab dem 60. Lebensjahr regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.

Diabetisches Makulaödem

Zu den am meisten gefürchteten Folgen der Zuckerkrankheit gehören Schäden an der Netzhaut. Der erhöhte Zuckerspiegel im Blut schädigt auf Dauer die feinen Blutgefäße im Auge. Die Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen leidet darunter. Wenn von diesen Veränderungen die Makula betroffen ist, dann kann ein diabetisches Makulaödem entstehen: Aus schadhaften Blutgefäßen der Netzhaut tritt Flüssigkeit aus, so dass die Netzhaut sich verdickt. Ein Ödem der Netzhaut entsteht. In Deutschland waren im Jahr 2012 etwa 109.000 Menschen von dieser Augenkrankheit betroffen. Auch das diabetische Makulaödem kann, rechtzeitig erkannt, durch die Gabe von Medikamenten ins Auge behandelt werden. Diabetiker sollten mindestens einmal jährlich augenärztlich untersucht werden, um Schäden an der Netzhaut rechtzeitig zu erkennen.
Wenn der Glaskörper an der Netzhaut zieht

Das Symptom „verzerrtes Sehen“ kann aber auch auftreten, wenn die natürliche Alterung des Glaskörpers im Auge nicht normal abläuft. Der Glaskörper füllt als Gel den größten Teil des Auges aus. Er besteht vor allem aus Wasser, darin befinden sich Salze, Kollagenfasern und andere Stoffe wie Hyaluronsäure. Die Alterung des Glaskörpers setzt etwa ab 50 Jahren ein. Dann kommt es einerseits zur Verflüssigung des Gels, andererseits können Kollagenfasern „verklumpen“ und werden dann mitunter als „Mouches volantes“, kleine Flusen, die durchs Gesichtsfeld treiben, wahrgenommen. Mitunter löst sich der Glaskörper mit seinen Kollagenfasern von der Netzhautoberfläche ab – es kommt zur sogenannten hinteren Glaskörperabhebung. Doch nicht immer gelingt diese Ablösung vollkommen. Einzelne Kollagenfasern und Zellen können an der Netzhaut haften bleiben, die sich vermehren und weitere Fasern produzieren. So entstehen Faserstränge oder Membranen, die schließlich einen Zug auf die Netzhaut ausüben. Sie können sogar Löcher in der Makula verursachen. Für die Behandlung traktiver Makulopathien stehen zwei Wege zur Verfügung: Die mikrochirurgische Entfernung des Glaskörpers, bei der die Anhaftungen auf der Netzhaut gelöst werden und – als neue Behandlungsmöglichkeit in bestimmten Fällen – die einmalige Injektion eines Medikaments in den Glaskörper. Der Wirkstoff Ocriplasmin wirkt wie ein Enzym und löst die Anheftungen des Glaskörpers an der Netzhaut. Er schiebt gleichsam den ins Stocken gekommenen Alterungsprozess weiter an.



Quelle: Berufsverband der Augenärzte
Aktuelles vom 01.05.2015
Dem Diabetes den Schrecken nehmen

Folgekrankheiten am Auge lassen sich inzwischen gut behandeln!


DÜSSELDORF 19.02.2015 – Einmal im Jahr zum Augenarzt – für Diabetiker ist das eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um ihre Sehschärfe zu erhalten. Denn die diabetische Netzhauterkrankung und der Graue Star zählen zu den schwerwiegenden Folgekrankheiten des Diabetes mellitus. Die Entstehung verläuft dabei oft schleichend als zunächst für den Patienten unbemerkter Vorgang. Hier haben es die Patienten selbst in der Hand: Mit regelmäßigen Augen-Kontrolluntersuchungenund einer konsequenten Kontrolle von Blutzucker und Blutdruck lassen sich Schäden oft vermeiden oder in Frühstadien besser behandeln und somit eine dauerhafte Sehbeeinträchtigung verhindern.


Dass ein Patient an Diabetes mellitus leidet, erkennt der Augenarzt dabei oftmals schon beim Blick ins Augeninnere: Bei der Untersuchung des Augenhintergrunds fallen bereits in Frühstadien typische Veränderungen wie beispielsweise kleine Aussackungen an Blutgefäßen (Mikroaneurysmata) auf, die als kleine, rote Punkte auf der Netzhaut zu sehen sind. Eine subjektive Beeinträchtigung des Sehvermögens, die der Patient selbst wahrnimmt, besteht dann noch nicht.Doch spätestens jetzt ist es höchste Zeit, Blutzucker und Blutdruck beim Diabetologen in den Griff zu bekommen. Mit einem Besuch pro Jahr in derAugenarztpraxis ist es dann eventuell auch nicht mehr getan. Sobald die Netzhaut vorgeschädigt ist, ist es besonders wichtig, rechtzeitig und fachgerecht zu therapieren. Dann lässt sich fast immer eine Lesefähigkeit und die Fahrerlaubnis erhalten.


Nach 20 Jahren mit Diabetes mellitus sind die meisten Patienten betroffen.

Bei nahezu 95 Prozent derer mit einem Diabetes mellitus Typ 1 sind 20 Jahre nach Krankheitsbeginn Netzhautschäden zu beobachten; von den Typ 2-Diabetikern weisen etwa 60 Prozent nach dieser Erkrankungsdauer Netzhautveränderungen auf.Gemeinsam können Patienten, Diabetologen und Augenärzte allerdings viel tun, um ernsthafte Sehbehinderungen oder gar eine Erblindung zu vermeiden. "Eine optimale Einstellung des Stoffwechsels verhindert oftmals nicht nur, dass Schädenüberhaupt auftreten, sondern sie kann auch bei einer bereits beginnenden Netzhauterkrankung das Fortschreiten bremsen. Augenärzte können mittlerweile zusätzlich je nach Ausprägung mit Laserbehandlungen oder medikamentöser Therapie, sowie mit chirurgischen Eingriffen das Sehvermögen häufig erhalten oder sogar wieder verbessern, wenn es doch schon zu einer fortschreitenden Erkrankung gekommen ist." – so der 1. Vorsitzende der Initiativgruppe"Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen" Prof. Dr. med. Michael Ulbig (Universitätsaugenklinik München).


Früherkennung ist das A und O

Ganz wesentlich für den Erfolg der augenärztlichen Therapie ist aber, dass die krankhaften Prozesse so früh wie möglich erkannt und unterbunden werden. Die Initiativgruppe „Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen“ und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands raten deshalb: Jeder Diabetiker sollte einmal jährlich zum Augenarzt gehen, auch wenn noch keine Schäden am Auge bekannt sind und der Patient gut sieht. Sobald erste Veränderungen zu beobachten sind, werden die Untersuchungsintervalle individuell abgestimmt.


Tipp für die Patienten

Zu einer Untersuchung beim Augenarzt sollten Diabetiker nicht selbst mit dem Auto fahren. Denn für die Untersuchung wird die Pupille des Auges mit Medikamenten weitgestellt, damit der gesamte Augenhintergrund sichtbar ist. Danach sieht man für 2 bis 3 Stunden unscharf und kann deshalb nicht selbst Auto fahren. Das sollte bei der Planung des Untersuchungstermins berücksichtigtwerden.


Informationen der Initiativgruppe „Früherkennung diabetischerAugenerkrankungen“: www.diabetes-auge.de

 

Aktuelles vom 10.03.2015
Mehr Lebensqualität dank Hornhautspende

Deutsches Keratoplastikregister belegt steigenden Bedarf


DÜSSELDORF 03.12.2014 – Mehr als 5000 Menschen haben im vergangenen Jahr dank einer Hornhauttransplantation ihr Sehvermögen deutlich verbessern können. Im Vergleich zu anderen Augenoperationen ist das eine geringe Zahl – beispielsweise der Graue Star wird in Deutschland schätzungsweise 700.000 bis 800.000 Mal operiert. Doch jede Hornhauttransplantation ist mit einem Einzelschicksal verbunden; für jeden Patienten bedeutet die Hornhautspende deutlich mehr Lebensqualität.

Die Hornhaut (Kornea) ist die glasklare, von Tränenflüssigkeit benetzte Schicht, die das Auge vorne abschließt; sie ist gleichsam die „Windschutzscheibe“ des Auges. Verschiedene Ursachen können dazu führen, dass die Hornhaut trüb und damit gutes Sehen unmöglich wird. Die Hornhauttransplantation (in der Fachsprache Keratoplastik genannt) ist dann oft die einzige Möglichkeit, um das Sehvermögen wiederherzustellen. Seit dem Jahr 2000 erhebt die Sektion Kornea in der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft regelmäßig Zahlen zu den in Deutschland durchgeführten Hornhauttransplantationen. „Für 2013 meldeten die Kliniken und Praxen aus Deutschland 5244 Keratoplastiken“, berichtet Prof. Dr. Berthold Seitz, der Leiter der Sektion Kornea, „mehr als jemals zuvor“.

Neue Operationstechniken, bessere Ergebnisse

Die Krankheiten, die eine Hornhauttransplantation notwendig werden lassen, sind ganz verschieden. Etwa ein Drittel der Patienten sind von der vererbbaren „Fuchs Dystrophie“ betroffen, bei der die Endothelzellen auf der Innenseite der Hornhaut absterben. Ihre Aufgabe, Wasser aus der Hornhaut in die Vorderkammer abzupumpen, geht verloren – die Hornhaut quillt und wird trübe. Doch auch der Keratokonus, eine krankhafte Vorwölbung der Hornhaut, oder Narben, beispielsweise nach Unfällen oder Infektionen, machen die Transplantation oft notwendig. „Obwohl Augenärzte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Maßnahmen zur Vermeidung von Hornhauttrübungen eingeführt haben, steigt der Bedarf an Spenderhornhäuten“, merkt Prof. Dr. Bernd Bertram an, der erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte, „denn dank neuer Operationstechniken und besserer Ergebnisse steigt die Zahl der Fälle, in denen eine Hornhauttransplantation angezeigt ist.“

Verpflanzung einzelner Hornhautschichten

In den vergangenen Jahren haben neue Operationstechniken an Bedeutung gewonnen, bei denen lediglich einzelne Hornhautschichten verpflanzt werden. „Der Anteil der posterioren lamellären Keratoplastik, bei der die inneren Hornhautschichten durch ein Transplantat ersetzt werden, ist seit dem Jahr 2008 von 7,6 Prozent auf 43,5 Prozent in 2013 gestiegen“, erläutert Prof. Seitz. Vorteil dieser Operationstechnik ist unter anderem die schnellere Erholung des Sehvermögens.

Augenärzte sind Organspender

Die Zahl der Patienten, die auf eine Hornhauttransplantation warten, ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, wie aus dem Deutschen Keratoplastikregister hervorgeht: Standen zum 31. Dezember 2011 noch 1892 Patienten auf der Warteliste, so waren es ein Jahr später schon 2744 Patienten und Ende 2013 sogar 3163 Patienten. Ihnen kann geholfen werden, wenn immer mehr Menschen sich für die Organ- und Gewebespende entscheiden. Seit vielen Jahren gehen Augenkliniken und Praxen unter dem Motto „Augenärzte sind Organspender“ mit gutem Beispiel voran und werben für die Organspende.


Informationen der Sektion Kornea in der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft: www.dog.org

Aktuelles vom 19.01.2015
Information zur neuen eGK ab dem 01. Januar 2015

Bitte beachten Sie, dass die Krankenversichertenkarte (KVK) nun endgültig durch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgelöst wird. Ab dem 01. Januar2015 gilt ausschließlich die eGK. Das aufgedruckte Gültigkeitsdatum auf der KVK hat keine Bedeutung mehr - d.h. sie dürfen und können nicht mehr in den Praxen verwendetwerden.


Falls die eGK beim Arztbesuch nicht vorliegen sollte, hat der Patient zehn Tage Zeit, die gültige Karte nachzureichen. Wenn dies nicht geschieht, folgt für dieentstandenden Kosten der Behandlung eine Privatrechnung. Ein Ersatzverfahren (Abrechnungsschein unterschreiben) ist nicht mehr möglich!


Wenn die Karte bis zum Ende des Quartals noch nachgereicht wird, wird das Geld wieder ausgezahlt. Die Behandlung wird dann wie gewohnt über die Kasse abgerechnet.


Während der Zeit, wo die eGK nicht vorliegt, können Rezepte ausschließlich auf ein Privatrezept gedruckt werden, d.h. der Patient muss die Kosten für das jeweiligeRezept selber tragen.


Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte erhalten Sie auch unter http://www.stoppt-die-e-card.de

Aktuelles vom 01.01.2015
Farbe entsteht im Auge des Betrachters
Eine der schönsten Dimensionen des Sehens

Ein schöner Herbsttag ist an Farbenpracht nur schwer zu übertreffen – unter einem strahlend blauen Himmel schillert das Laub der Bäume in den verschiedensten Grün-, Gelb-, Rot- und Brauntönen. Doch wie kommt es, dass das menschliche Auge diese Fülle wahrnehmen kann – und sehen wir alle die Farben wirklich gleich?


Sehen ist ein hochkomplexer Vorgang und „gutes Sehen“ hat viele Dimensionen. Eine davon ist die Wahrnehmung von Farben. Was wir als „Licht“ wahrnehmen ist elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen zwischen etwa 380 und 780 Nanometern, erklärt Prof. Dr. med. Hermann Krastel vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Erst wenn bestimmte Lichtsinneszellen in unserem Auge, die Zapfen, von dieser Strahlung angeregt werden, entsteht die Farbwahrnehmung. Die Zapfen machen es also möglich, dass wir uns am Farbenspiel des herbstlichen Waldes erfreuen. Diese Zellen sind, wie auch die für das Dämmerungssehen zuständigen Stäbchen, in der Netzhaut im hinteren Bereich des Auges zu finden. Drei verschiedene Arten von Zapfen gibt es in der Netzhaut, die jeweils auf unterschiedliche Wellenlängen reagieren – auf kurzwelliges blaues, mittelwelliges grünes oder langwelliges rotes Licht.


Individuelle Unterschiede

Wie gut wir Farben unterscheiden können, ist individuell verschieden. Denn nicht alle Menschen haben drei Arten von Zapfen in der Netzhaut. Genetisch bedingt gibt es verschiedene Formen der Farbsehschwäche, wenn eine der Zapfen-Arten fehlt oder wenn sich zwei so sehr ähneln, dass sie auf die gleichen Wellenlängen reagieren. Besonders häufig ist die Rot-Grün-Schwäche, von der etwa 8% der Männer und 0,4% der Frauen betroffen sind. Eine echte „Farbenblindheit“ tritt nur äußerst selten auf – etwa einer von 100.000 Menschen kann überhaupt keine Farben unterscheiden. Es gibt aber auch die Möglichkeit des Super-Farbensehens: Vor einigen Jahren fanden britische Wissenschaftler heraus, dass manche Frauen nicht nur drei, sondern vier verschiedene Zapfen-Arten in ihrer Netzhaut haben und damit Farben besonders gut unterscheiden können.


Farbsehschwächen

Meistens sind Farbsehschwächen angeboren und nicht behandelbar. Prof. Krastel erläutert: „Die Betroffenen merken im täglichen Leben von ihrer Farbsehschwäche in der Regel nichts, da sie nie eine andere Seherfahrung machen konnten. Allerdings können sich – wegen abweichender Farbwahrnehmung und Farbverwechslungen – in der Berufswahl Einschränkungen ergeben.“ Wenn Eltern unsicher sind, ob bei ihrem Kind eine Farbsehschwäche vorliegt, kann ein Besuch beim Augenarzt Klarheit schaffen. Er prüft das Farbensehen mit kindgerechten Tests, die schon im Kindergartenalter das Erkennen einer Farbsehschwäche erlauben. „Besonders geeignet sind Tests ohne Worte“, rät Prof. Krastel: „Das Farbensehen der Kinder ist längst fertig entwickelt, bevor die Benennung der Farben vollständig erlernt wird.“ In vielen Augenarztpraxen stehen geeignete Untersuchungsverfahren zur Verfügung, mit dem sich bewerten lässt, ob eine Farbsehschwäche vorliegt und wie ausgeprägt sie ist. Diese Untersuchungen sind bereits ab einem Alter von drei bis vier Jahren möglich.


Wenn die Farben verblassen

Verschiedene Augenkrankheiten können aber auch im höheren Lebensalter die Farbwahrnehmung beeinträchtigen. In der menschlichen Netzhaut finden sich besonders viele Zapfen an der Stelle des schärfsten Sehens, der Makula. Die Makula lutea (gelber Fleck), benannt nach ihrer Färbung, hat einem Durchmesser von knapp fünf Millimetern. In ihrem Zentrum findet sich eine Zone von nur 0,3 Millimeter Durchmesser, in der etwa 160.000 Zapfen sitzen und uns einen scharfen, farbigen Seheindruck ermöglichen. Ist bei einer Netzhauterkrankung die Makula betroffen – beispielsweise bei der Altersbedingten Makuladegeneration oder auch bei einem durch Zuckerkrankheit hervorgerufenen Makulaödem – dann leidet auch die Farbwahrnehmung.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 15.11.2014
Gut leben – gut sehen

Ernährung und Bewegung tragen zur Augengesundheit bei


Täglich ein flotter Spaziergang oder eine Fahrt mit dem Fahrrad, reichlich Vitamine auf dem Speiseplan und gelegentlich auch einmal ein Gläschen Rotwein – wer so lebt, tut insgesamt etwas Gutes für seine Gesundheit. Und auch die Augen werden es danken, denn mit einem gesunden Lebensstil lassen sich altersbedingte Augenkrankheiten eventuell positiv beeinflussen.

Den Nachweis, dass moderate Bewegung gut für die Netzhaut des Auges ist, haben Mäuse erbracht. Amerikanische Mediziner ließen die Tiere, deren Netzhaut durch helles Licht geschädigt worden war, täglich eine Stunde bei moderatem Tempo auf einem Laufband laufen; eine zweite Gruppe von Mäusen absolvierten kein Training. Bei den „sportlichen“ Mäusen blieben Struktur und Funktion der Netzhaut besser erhalten. Daraus schlossen die Forscher, dass das Ausdauertraining die Netzhaut schützt. „Regelmäßiger Sport ist geeignet, um altersbedingte Makulaveränderungen, die häufig für Sehminderungen im Alter verantwortlich sind, eventuell positiv zu beeinflussen“, sagt Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.


Vitamine und Farbstoffe für die „Makula lutea“

Schon länger ist bekannt, dass eine vitaminreiche Ernährung auch den Augen gut tut. Insbesondere grünes Gemüse wie Spinat oder Grünkohl enthält zudem Farbstoffe, die der „Makula lutea“ (gelber Fleck) ihre Farbe gibt. Dies ist die Stelle des schärfsten Sehens, ein nur ein Quadratmillimeter kleiner Bereich der Netzhaut, an dem die lichtempfindlichen Zellen besonders dicht angesiedelt sind. Pauleikhoff erläutert: „Nimmt man diese Farbstoffe in ausreichender Menge mit der Nahrung auf, lagern sie sich in der Netzhaut ab und schützen sie wie eine natürliche Sonnenbrille möglichst effektiv vor Schäden – eine weitere Möglichkeit, um die Altersveränderungen der Netzhaut so effektiv wie möglich zu verzögern.“


Gelegentlich etwas Rotwein erlaubt

„Schließlich ist auch der Genuss von ein oder zwei Gläsern Rotwein pro Woche durchaus gut für die Augengesundheit“, ergänzt Pauleikhoff. Denn Rotwein, aber auch Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüsse enthalten ein Molekül namens Resveratrol. Dieser Stoff ist vor allem in den Schalen der Früchte zu finden und soll Pflanzen vor der Infektion mit Bakterien oder Pilzen schützen. Schon seit einigen Jahren werden Resveratrol gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben, so soll es die Atherosklerose verlangsamen. Bei Mäusen verhindert er die Bildung krankhafter Blutgefäße, die bei der diabetischen Netzhauterkrankung und bei der feuchten Form der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu einer raschen Verschlechterung des Sehvermögens führen.


Nicht rauchen
All diese Erkenntnisse wurden zwar in Tierversuchen gewonnen und nicht durch große, randomisierte Studien mit Menschen bestätigt, doch es ist plausibel: Wer sich regelmäßig bewegt und sich ausgewogen ernährt, unterstützt die Augen in der besten Art und Weise. Sicher belegt ist aber durch große Analysen, dass der Verzicht auf das Rauchen am effektivsten dazu beiträgt, die Gesundheit (auch) der Augen bis ins hohe Alter zu erhalten. „Denn Raucher haben ein massiv erhöhtes Risiko, an AMD zu erkranken, und selbst eine Beendigung des Rauchens beim Ausbruch der Erkrankung in einem Auge kann dass Risiko für eine Sehverschlechterung im anderen Auge signifikant positiv beeinflussen“, schließt Pauleikhoff.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte
Aktuelles vom 18.09.2014
Augenkontakt unbedingt vermeiden!

Augenärzte warnen eindringlich vor Anwendung eines „Wundermittels“ am Auge


DÜSSELDORF  –Ein Bleich- und Desinfektionsmittel als „Wundermedizin“? Im Internet und bei Workshops wird in jüngster Zeit ein Mittel mit der Bezeichnung „Miracle Mineral Supplement“ (MMS) angepriesen und unter anderem auch zur Anwendung am Auge empfohlen. Prof. Dr. Norbert Schrage vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands warnt ausdrücklich vor der Verwendung dieses Mittels: „Die verkaufte Lösung enthält 28 Prozent Natriumhypochlorit. Sie darf keinesfalls auf die Augen getropft werden. Wenn es zum Augenkontakt kommt muss das Auge sofort ausgespült werden, Es drohen sonst Verätzungen der Augen mit einem erheblichen Erblindungsrisiko.“

Es soll ein Wundermittel sein, das Malaria, Autismus, Krebs, AIDS und auch Demenz heilt – vor allem aber enthält es eine Substanz, die sich sonst in Bleich- und Desinfektionsmitteln findet. Seit einigen Tagen gibt es immer wieder Medienberichte über Verkaufsveranstaltungen für MMS in Deutschland. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bereits Ende Mai auf die fehlende Zulassung als Arzneimittel und auf die Gefahren, die von MMS ausgehen, hingewiesen.


Verätzung der Augenoberfläche

„Die Anwendung dieses Mittels am Auge ist mehr als Unsinn“, stellt Prof. Schrage klar: „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Augenoberfläche schon beim Einträufeln von nur zwei Tropfen verätzt.“ Die Konzentration der Natriumhypochloritlösung in MMS ist vergleichbar mit der in Haushaltsreinigern, auf deren Verpackung stets die klare Warnung steht: „Augenkontakt vermeiden. Falls das Produkt in die Augen gerät, diese gründlich mit Wasser ausspülen.“


Verabreichung an Kinder ist Misshandlung

Prof. Schrage verweist auf den Bericht des Magazins „Kontraste“, demzufolge das Jugendamt der Stadt Monheim bereits eingegriffen hat, nachdem Eltern ihren Kindern MMS verabreicht hatten. Sollten in Augenarztpraxen solche Fälle bekannt werden, „empfehlen wir die sofortige Einweisung des Kindes in eine Kinderklinik mit dem Hinweis auf Kindesmisshandlung per Telefon an die aufnehmende Ambulanz“, schließt der Augenexperte.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 20.07.2014
Änderung des augenärztlichen Bereitschaftsdienstes
Änderung ab 01.07.2014

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hat eine Änderung des augenärztlichen Bereitschaftsdienstes veranlaßt. Zunächst werden die Bereitschaftsdienstbereiche Leer/Papenburg und Aurich/Norden nun auch während der Woche zusammengelegt. Zugleich gelten folgende, neue Bereitschaftsdienstzeiten:

  • Montags, Dienstags und Donnerstags von 20.00 - 22.00 Uhr
  • Mittwochs und Freitags von 18.00 - 22.00 Uhr
  • Samstags und Sonntags von 10.00 - 16.00 Uhr


Den jeweiligen Bereitschaftsdienstarzt erreichen Sie in Zukunft unter der

Telefon- Nr. 0491 - 925 92 72


Außerhalb der o.a. Zeiten werden Sie in Zukunft an den allgemeinen Bereitschaftsdienst weitergeleitet.


Da die Organsisation des Bereitschaftsdienstes nun in den Händen der KV Niedersachsen liegt und evtl. Veränderungen dort verwaltet werden, können wir auf unserer Homepage die Bereitschaftsdienstdaten nicht mehr zu Verfügung stellen.


Aktuelles vom 28.06.2014
MdB Heiko Schmelzle zu Besuch in unserer Praxis
Ende Mai besuchte der hiesige Bundestagsabgeordnete Heiko Schmelze unsere Praxis, informierte sich über verschiedenen Themen und zeigte sich als sachkundiger Gesprächspartner . Nachfolgend die Presseerklärung des Abgeordneten:

„Heiko Schmelzle MdB diskutiert mit Augenärzten in Aurich neue Wege in der

medizinischen Versorgung

Der Bundestagsabgeordnete Heiko Schmelzle (CDU) besuchte in seinem Auricher
Wahlkreis die augenärztliche Gemeinschaftspraxis von Dr. Arno Wirdemann und
Dr. Johannes Rieks.

Die Praxis ist Teil eines größeren regionalen Netzwerks, dem Verbund
Augenheilkunde Weser-Ems. Die Augenärzte berichteten dem
CDU-Bundestagsabgeordneten, wie sie auf Grundlage dieser Kooperation neue
Wege für eine bessere augenmedizinische Versorgung realisieren konnten: So
haben sie Filialen eingerichtet, damit auch in dünner besiedelten Gegenden
Ostfrieslands ein Augenarzt tätig ist. Eine Praxis des Netzwerks stellt die
Augenabteilung des Krankenhauses in Wilhelmshaven. Daneben werden in den
Praxen Nachwuchsärzte zum Facharzt für Augenheilkunde weitergebildet und
junge Ärzte können in den Praxen als angestellte Ärzte Patienten versorgen,
ohne sich auf eigenes finanzielles Risiko und mit jahrzehntelanger Bindung
an den einmal gewählten Standort selbständig machen zu müssen.

Schmelzle begrüßte diese Neuansätze der ambulanten Versorgung und
diskutierte mit den Ärzten die Potentiale gerade großer Praxen, alleine und
in Kooperation mit Krankenhäusern qualitativ hochwertige, flächendeckende
Medizin anzubieten. Er betonte, dass die von den friesischen Augenärzten
bereits realisierten Lösungen auch bei Kollegen im Gesundheitsausschuss des
Bundestages in Berlin auf Interesse stoßen.“





Aktuelles vom 06.06.2014
Wenn der Herpes ins Auge geht

Korrekte Diagnose bei Erstinfektion entscheidend


DÜSSELDORF 23.04.2014 – Beim ersten Mal kann es auf den ersten Blick ganz harmlos aussehen, wenn Herpes-simplex-Viren nicht nur an die Lippen, sondern auch ins Auge geraten: Die Bindehaut rötet sich; aber nach einigen Tagen scheint auch ohne Behandlung wieder alles in Ordnung. Doch gerade bei einer Erstinfektion mit Herpes-simplex-Viren ist es sehr wichtig, dass ein Augenarzt die korrekte Diagnose stellt und die richtige Behandlung einleitet, damit es nicht Jahre später zu einem – dann aber die Sehkraft bedrohenden – Wiederaufflamen kommt.

Rote Augen – in der Augenarztpraxis sitzen häufig Patienten mit diesem Symptom. Alltäglich sind die Fälle dennoch bei weitem nicht immer. Von Verletzungen über Infektionen bis hin zu Krankheiten des Immunsystems kommen viele Ursachen in Frage. Nur fachärztlicher Sachverstand und der Blick durch die Spaltlampe, das Spezialmikroskop des Augenarztes, erlauben eine genaue Diagnose.


Zu oft werden Antibiotika eingesetzt

Wie wichtig diese im Falle einer Infektion mit Herpes-simplex-Viren ist, erklärt Prof. Dr. Thomas Reinhard vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Gerade bei kleinen Kindern kommt es vor, dass die Eltern etwa beim Gutenachtkuss ungewollt Viren auf die Lider übertragen.“ Ohne das Fachwissen und die Geräte des Augenarztes ist die Entzündung nicht von einer bakteriellen Infektion zu unterscheiden. „Deshalb wird sie oft mit Antibiotika-haltigen Augentropfen behandelt“, weiß Reinhard aus Erfahrung. Nach ein paar Tagen heilt die Entzündung ab, die Patienten glauben, die Augentropfen hätten geholfen. Doch die Herpes-simplex-Viren sind noch aktiv. Sie wandern über die Nervenbahnen bis in das Gehirn und können dort jahrelang „schlummern“.


Gefährliches Wiederaufflammen

Reinhard beschreibt, was etwa einem Drittel der Patienten passiert: „Irgendwann kommt es zu einem Rezidiv, einer erneuten Erkrankung. Die Viren wandern die Nervenbahnen zurück hinunter zum Auge. Dann vermehren sie sich allerdings nicht in der Bindehaut, sondern meist in der Hornhaut.“ Die Entzündung, die sie dort auslösen, kann zu schweren Problemen führen, bis hin zur vollständigen Eintrübung der Hornhaut mit Erblindung. Sogar eine Hornhauttransplantation kann (notfallmäßig) notwendig werden. Das lässt sich verhindern, wenn die Erstinfektion korrekt erkannt wird. Feine Bläschen in der Lidhaut oder abgestorbene Zellen in der Bindehaut sind Hinweise darauf, dass Herpes-simplex-Viren die Verursacher sind. Virustatika sorgen dann dafür, dass sich die Viren nicht vermehren und das gefährliche Rezidiv verhindert wird.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 07.05.2014
Laserpointer sind kein Spielzeug

Wenn gefährliche Strahlen ins Auge gehen



Düsseldorf 16.1.2014 – Der Berufsverband der Augenärzte macht darauf aufmerksam, dass es immer häufiger zu Verletzungen der Netzhaut mit teilweise bleibender Sehminderung durch Laserpointer kommt. Wenn solche gefährlichen Strahlen ins Auge gehen, können auch Augenärzte mitunter nicht mehr helfen. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands rät deshalb erneut zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Laserpointern.


Solche Fälle müssen Augenärzte immer häufiger behandeln: Ein Junge hatte im Urlaub einen Laserpointer geschenkt bekommen und spielte zu Hause damit vor einem Spiegel. Der reflektierte Strahl traf ihn ins Auge und verletzte die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut. Im US-amerikanischen Fachblatt „Ophthalmology“ veröffentlichten Augenärzte aus Saudi-Arabien vor Kurzem eine Fallserie von 14 jungen, männlichen Patienten, die meist beim Spiel mit Laserpointern verletzt wurden. Netzhautblutungen und Löcher in der Makula waren dabei die Schäden, die die Strahlen angerichtet hatten. Nur bei vier Patienten trat spontan eine Verbesserung der Sehstärke ein, die anderen mussten behandelt werden.


Die Serie von Meldungen über Flugzeugpiloten oder auch Fußballspieler und Autofahrer, die mit Lasern vorsätzlich verletzt werden, reißt nicht ab. Und immer wieder verletzen sich Kinder beim vermeintlich harmlosen Spiel. Deshalb betonen Augenärzte einmal mehr: Ein Laserpointer ist kein Spielzeug! Der Blinkreflex schützt nicht ausreichend zuverlässig bei Laser-Blendung. Insbesondere im Ausland gekaufte oder illegal importierte Geräte überschreiten häufig die geltenden Grenzwerte. Das Schweizer Bundesamt für Metrologie hat jüngst 48 Laserpointer getestet, von denen die meisten von der Kantonspolizei Bern konfisziert wurden, nachdem sie unerlaubt eingesetzt worden waren. Die Untersuchungen zeigten, dass nur zwei Laserpointer den zulässigen Grenzwert einhielten, alle anderen waren stärker als es ihre Klasse erlaubt hätte. Eines der Geräte war sogar 1000-mal zu stark.


Laserstrahlen gehen nahezu parallel von der Lichtquelle aus. Die starke Bündelung ermöglicht hohe Bestrahlungsstärken, die vor allem die Netzhaut des Auges schädigen können. „Trifft Laserlicht auf die Netzhaut, kann es in einfachen Fällen zu einer Blendung der Sinneszellen ohne strukturellen Schaden kommen, die sich nach Minuten wieder bessert“, schildert Prof. Dr. Horst Helbig, Direktor der Universitäts-Augenklinik Regensburg, die ersten Symptome. „Dieses Phänomen kennen die meisten Menschen auch von anderen hellen Lichtquellen. Bei stärkerer oder längerer Einwirkung des Laserlichtes auf die Netzhaut kann aber auch ein irreversibler Gewebeschaden auftreten. Der umschriebene Ausfall des Sehens, wie wir ihn nach Blendung kennen, bildet sich nicht wieder vollständig zurück. Dies kann zum bleibenden Verlust des zentralen Sehens und der Lesefähigkeit führen“, macht Prof. Helbig klar.


Tipps zum Umgang mit Lasern

Grundsätzlich gilt für den Umgang mit Laserpointern:

  • Der Strahl sollte niemals auf die Augen anderer Personen gerichtet werden.
  • Benutzer sollten selbst nie absichtlich in den direkten Strahl schauen.
  • Falls die Laserstrahlung ins Auge trifft, sollte man die Augen bewusst schließen und den Kopf aus dem Strahl bewegen.
  • Die Strahlungsquelle darf nicht mit optischen Instrumenten wie Lupen betrachtet werden.
  • Laserpointer sollten das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) aufweisen. Nur Laser mit einer Leistung von maximal 1 mW gelten als sicher für die Augen.
  • Laserpointer gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen.


Vor allem gilt es, Laserschäden am Auge zu vermeiden, rät Prof. Helbig. "Wenn dennoch Sehstörungen nach Belichtung des Auges mit einem Laser auftreten, sollte man umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Er kann eine Behandlung mit hoch dosiertem Kortison versuchen, um den bleibenden Schaden so klein wie möglich zu halten."


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 22.03.2014
Das Phantom der „Winkelfehlsichtigkeit“

Prismenbrillen können das Zusammenspiel der Augen stören


DÜSSELDORF  – Ein Phantom geht um in Kindergärten und Schulen – die „Winkelfehlsichtigkeit“. Diesen Begriff benutzen einige Optiker und Ergotherapeuten, um Sehprobleme von Kindern zu beschreiben, die sie dann mit Prismenbrillen „behandeln“. Weshalb dies aus medizinischer Sicht nicht nur unsinnig, sondern mitunter sogar schädlich ist, erläutert PD Dr. Dietlind Friedrich, Leiterin des Ressorts Strabologie/Neuroophthalmologie im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA).

Wenn ein Kind sich nicht gut konzentrieren kann, womöglich in der Schule Schwierigkeiten hat, Lesen und Schreiben zu lernen, sollte in der Augenarztpraxis geklärt werden, ob eventuell eine bislang nicht entdeckte Fehlsichtigkeit vorliegt. Immer wieder finden aber schon in Kindergärten Informationsabende von Optikern statt, in denen über „Winkelfehlsichtigkeit“ informiert wird und die angebliche Möglichkeit, sie mit besonderen Brillen mit prismatischen Gläsern zu „behandeln“. Doch die so genannte Winkelfehlsichtigkeit ist keine augenfachärztliche oder gar wissenschaftlich fundierte Diagnose, insofern hat der Verkauf von Prismengläsern zu ihrer „Behandlung“ keinerlei therapeutische Berechtigung.

Eingriff in das Zusammenspiel der Augen

Der Begriff „Winkelfehlsichtigkeit“ erweckt den Eindruck, dass es sich hier um eine Fehlsichtigkeit handelt. Die sprachliche Verwandtschaft zu Begriffen wie Kurz- oder Weitsichtigkeit führt leicht in die Irre. Dieser Kunstbegriff hat nichts mit einer Diagnose zu tun. Er umschreibt vielmehr einen Zustand beider Augen, der durch eine willkürliche Vermessungsaktion erst entsteht. Bei dieser „Vermessung“ wird das natürliche Zusammenspiel beider Augen irritiert. Unabhängig davon, ob diese Zusammenarbeit normal oder gestört ist, bewirkt das Vorschalten von Prismen eine kurze Erholungsphase, die der Betroffene als angenehm empfindet.

Sorgfältige Diagnostik

Bei den meisten Menschen findet sich ein verstecktes (latentes) Schielen, das Augenärzte mit dem Fachbegriff „Heterophorie“ bezeichnen. Es bedeutet, dass die Blickrichtung beider Augen in Ruhestellung minimal voneinander abweichen kann, zum Beispiel bei Ermüdung nach Alkoholgenuss oder bei großer Anstrengung. Normalerweise gleichen aber natürliche Ausgleichsmechanismen diese Abweichung ohne jegliche Beschwerden aus. Selten treten doch Symptome wie ein Gefühl der Ermüdung nach längerem Lesen, brennende Augen oder Kopfschmerzen auf. Augenärzte können hier Klarheit schaffen, ob eine Heterophorie vorliegt. Auch Orthoptistinnen, die oft Augenärzte durch entsprechende Untersuchungen unterstützen, sind gerade auf diesem Gebiet besonders geschult. Die richtige Therapie zu finden, erfordert die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern, Kind und Augenarzt und mitunter Einiges an Geduld.

Warum Prismengläser schädlich sein können

Die von einigen Optikern propagierte „Therapie“ der so genannten Winkelfehlsichtigkeit mit Prismenbrillen ist aus fachärztlicher Sicht absolut inakzeptabel und wissenschaftlich nicht belegt. Die Prismen beeinflussen die Stellung der Augen zueinander. So soll es möglich sein, Ermüdungserscheinungen zu verhindern. Da der Patient sich aber nach einiger Zeit an die Prismen gewöhnt, kehren damit langsam der ursprüngliche Zustand und auch die Ermüdung zurück. Um die subjektiv empfundene Erholung zu erzielen, beginnt die „Therapie“ von Neuem, allerdings sind nun stärkere Prismen nötig. Die Gläser werden schwerer, und der Aufwand für das beidäugige Sehsystem, mit dieser neuen Änderung zurechtzukommen, wird größer. Subjektiv vermittelt das dem Patienten ein Gefühl der verdienten Anstrengung und Entlastung. Die Prismen werden bei dieser „Behandlung“ fast ausschließlich in einer Richtung verordnet, nämlich mit der Strahlenablenkungswirkung nach außen. Dies erzwingt eine Nacheinstellung der Augen. Das ist ein natürlicher Reflex, der zunächst als angenehm empfunden werden kann. Dies ist jedoch kein Heilungsansatz! Im Gegenteil – das Sehsystem muss für eine angenehme Sehempfindung erneut nacharbeiten und die durch die Prismen erzwungene Situation ausgleichen. Es entstehen damit auch bei dieser „Therapie“ Ermüdungserscheinungen, die nach einer Entlastung verlangen. Also weitere Prismen – solange, bis das Gewicht der Prismengläser unter Umständen geradezu absurde Ausmaße angenommen hat und die durch die Prismen künstlich erzwungene Fehlstellung der Augen im Extremfall tatsächlich eine Operation erforderlich macht. Eine Operation, die vermieden werden kann, wenn von vorneherein fachärztlich korrekt diagnostiziert und therapiert würde. Augenärzte warnen daher ausdrücklich davor, ohne vorherige augenärztliche Untersuchung Prismenbrillen vom Optiker anpassen zu lassen.

Auch Augenärzte setzen Prismen ein – nach reiflicher Überlegung

Prismengläser haben eine das Licht in nur eine Richtung ablenkende Wirkung. Sie sind nicht zu vergleichen mit Linsen, die Refraktionsfehler wie eine Kurz- oder Weitsichtigkeit ausgleichen. In der Augenheilkunde werden Prismen vor allem zu diagnostischen Zwecken eingesetzt. Nur in ausgesuchten Fällen werden sie auch therapeutisch, das heißt für längere Zeit genutzt.

Augenärzte sehen es sehr kritisch, dass Berufsgruppen, die nicht wie Augenärzte über eine Ausbildung in Sinnesphysiologie, Orthoptik oder Strabologie verfügen, Prismengläser ohne augenärztliche Verordnung an Kinder abgeben dürfen.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte


Aktuelles vom 01.01.2014
Sehenden Auges Gesundheitsrisiken vermeiden

Erhalt des Sehvermögens wesentlich für die Lebensqualität


DÜSSELDORF 10.09.2013 – Mit der Anzahl der Lebensjahre steigt auch die Häufigkeit von Augenkrankheiten, doch bei rechtzeitiger augenärztlicher Behandlung können Sehbehinderung und Blindheit immer besser bekämpft werden. Die erfolgreiche Behandlung von Augenkrankheiten wirkt sich auch auf die allgemeine Gesundheit der Betroffenen aus: „Das Risiko von Stürzen nimmt ab und auch Depressionen treten seltener auf“, erläutert Prof. Dr. med. Bernd Bertram, der erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands.


Ein gutes Sehvermögen ist gerade im höheren Lebensalter sehr wichtig für die Lebensqualität. Wie aktiv wir sind, hängt mit davon ab, wie gut wir unsere Umgebung wahrnehmen. „Es ist bekannt, dass Augenkrankheiten wie der Graue Star (Katarakt), die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und diabetische Netzhauterkrankungen gerade im höheren Lebensalter das Sehvermögen beeinträchtigen können“, macht Prof. Bertram klar. Er fügt an: „Doch nicht jedem ist bewusst, wie sich der Erhalt der Sehkraft bis ins hohe Alter auf die gesamte Gesundheit auswirkt.“


Sturzrisiko senken, Depressionen vermeiden

Die erfolgreiche Behandlung einer das Sehen behindernden Augenkrankheit kann das Sturz- und Frakturrisiko senken: Innerhalb eines Jahres nach Operation eines Grauen Stars (Kataraktoperation) sinkt die Gefahr einer Hüftfraktur im Vergleich zu nicht operierten Patienten mit Katarakt. Belegt ist auch, dass Patienten mit einer trockenen Makuladegeneration im fortgeschrittenen Stadium (der so genannten geographischen Atrophie) ein elf Prozent höheres Risiko haben, den Bruch der Hüfte zu erleiden als Patienten ohne Augenkrankheit. Augenkrankheiten im Alter sind daneben auch häufig mit Depressionen verbunden. Dazu trägt der Umstand bei, dass sich ältere Menschen wegen ihrer Sehbehinderung in ihren täglichen Aktivitäten und ihrer Mobilität zusätzlich eingeschränkt fühlen.


Rechtzeitig handeln

Bei einer augenärztlichen Untersuchung lassen sich die das Sehen bedrohenden Krankheiten in der Regel schon feststellen, noch bevor der Patient selbst Symptome wahrnimmt. „Das gilt insbesondere für das Glaukom, bei dem der Sehnerv allmählich und vom Patienten in der Regel unbemerkt abstirbt“, betont Professor Bertram. Rechtzeitig erkannt, lässt sich in den allermeisten Fällen eine wirksame Therapie einleiten. Der Berufsverband der Augenärzte rät daher allen Menschen ab dem Alter von 40 Jahren zu regelmäßigen augenärztlichen Früherkennungsuntersuchungen, auch wenn diese von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden.


A
uf Anzeichen achten

Angehörige älterer Menschen können zusätzlich darauf achten, ob es bei ihnen Anzeichen für bisher nicht bemerkte Probleme mit den Augen gibt. Zu diesen Zeichen gehören:

-      Anstoßen an oder Stolpern über Objekte am Rand des Gesichtsfelds,

-      unsicheres Gehen,

-      die Augen zusammenkneifen oder den Kopf neigen, wenn man versucht, etwas zu fokussieren,

-      an dem Objekt, das man nehmen will, vorbei greifen,

-      Einstellen täglicher Aktivitäten wie Lesen und Schreiben.

„Wer bei einem älteren Verwandten so etwas beobachtet, sollte ihn ermuntern, sich beim Augenarzt untersuchen zu lassen“, rät Prof. Bertram. Manchmal ist nur eine neue Brille notwendig, vielleicht ist aber auch eine Operation des Grauen Stars nötig, um den Durchblick wieder herzustellen. Und auch im Falle einer Altersabhängigen Makuladegeneration, einer diabetischen Netzhauterkrankung oder eines Glaukoms gibt es heute wirksame Behandlungen, die das Sehvermögen und damit die Lebensqualität langfristig erhalten können.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 22.09.2013
Voller Durchblick in der Schule

Augenärztliche Untersuchung schafft Klarheit


DÜSSELDORF 15.08.2013 – In diesen Wochen gehen in ganz Deutschland mehr als 600.000 Kinder zum ersten Mal in die Schule. Zu einem reibungslosen Start in die Schullaufbahn trägt ein optimales Sehvermögen bei: „Mit klarer Sicht lernt es sich leichter“, stellt PD Dr. med. Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) fest. Eine augenärztliche Untersuchung schafft Klarheit darüber, ob mit den Augen der Erstklässler alles in Ordnung ist.


„Etwa jedes fünfte Kind benötigt eine Brille, um einen Sehfehler auszugleichen“, weiß Dr. Friedrich, die Leiterin des Ressorts Strabologie/Neuroophthalmologie im BVA. Damit sich das Sehvermögen ungestört entwickeln kann, empfehlen Augenärzte allen Eltern, ihr Kind schon vor dem dritten Geburtstag einmal in einer Augenarztpraxis untersuchen zu lassen, auch wenn sie keinen Hinweis auf eine Sehschwäche bemerkt haben. Denn bleiben Schielen oder eine Fehlsichtigkeit im Kleinkindalter unbehandelt, droht eine Sehschwäche des betroffenen Auges, die später kaum noch ausgeglichen werden kann. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchung inzwischen. Auch während der Schulzeit können Kontrollen sinnvoll sein. Denn eine Kurzsichtigkeit entwickelt sich nicht selten zwischen dem achten und 15. Lebensjahr.


Besser lernen mit der richtigen Sehhilfe

„Vor dem Schulstart sollte noch einmal beim Augenarzt überprüft werden, ob eine eventuell vorhandene Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden muss“, rät Dr. Friedrich. Mit der richtigen Sehhilfe haben die Kinder von vorne herein bessere Chancen, dem Schulunterricht zu folgen. Andernfalls könnten Unkonzentriertheit oder Kopfschmerzen die Folge sein. Zusätzlich sollten die Eltern von Brillenträgern auch daran denken, eine spezielle Sportbrille zu besorgen, die im Sportunterricht nicht nur für sicheren Durchblick sorgt, sondern die Augen auch vor Verletzungen schützt.

Aktuelles vom 15.08.2013
Staroperation - höchst individuell

Staroperation - höchst individuell

Hervorragende Sehqualität dank hoch entwickelter Implantate

DÜSSELDORF 31.07.2013 – Wenn mit zunehmendem Alter die Linse des Auges trübe wird (Grauer Star), schafft eine meist ambulant ausgeführte Operation Abhilfe. Dabei wird die Augenlinse in der Regel mit Hilfe von Ultraschall zerkleinert und abgesaugt, dann wird sie durch ein Implantat, eine so genannte Intraokularlinse, ersetzt. „Auch wenn keine Operation in Deutschland häufiger ausgeführt wird als die Staroperation, ist dieser Eingriff stets ein höchst individueller Vorgang“, erläutert Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Der Graue Star (die Katarakt) wird in Deutschland etwa 650.000 Mal pro Jahr operiert. Zur Sicherheit des Eingriffs tragen ausgefeilte chirurgische Methoden und moderne Implantate bei. Ziel jedes einzelnen Eingriffs ist es, dem Patienten die für ihn bestmögliche Sehqualität zu bieten. Die Voraussetzung dafür sind eine eingehende Beratung und sorgfältige Untersuchungen vor der Operation. Gemeinsam mit seinem Augenarzt legt der Patient den Zeitpunkt der Operation fest. Dabei spielt eine Rolle, wie sehr die trübe Augenlinse sein Sehvermögen bereits beeinträchtigt. „Häufig fühlen sich die Betroffenen im Dunkeln sehr leicht geblendet, etwa beim Autofahren“, nennt Dr. Schayan-Araghi ein Beispiel für ein mögliches Kriterium, das eine Rolle spielt. Bei der Untersuchung der Augen gilt es außerdem zu prüfen, ob noch andere Augenkrankheiten vorliegen, die bei der Entscheidung zur Operation und der Behandlung berücksichtigt werden müssen.

Kunstlinsen gleichen auch Sehfehler aus

Je nach ihrem individuellen Anspruch können die Patienten heute aus einer großen Vielfalt von Kunstlinsen auswählen. Die technisch hoch entwickelten Implantate sorgen nicht nur dafür, dass das Licht wieder ungehindert die Netzhaut erreicht. Sie können vielmehr eine vor der Operation bestehende Fehlsichtigkeit korrigieren, möglicherweise sogar eine gewisse Unabhängigkeit von der Brille bieten. „Die normale Kunstlinse ermöglicht scharfe Sicht für einen Sehabstand“, erklärt Dr. Schayan-Araghi. Damit können die Patienten dann beispielsweise in die Ferne gut sehen, benötigen für Naharbeiten aber eine Lesebrille. Falls bei einem Patienten vor der Operation eine so genannte Stabsichtigkeit (Astigmatismus) aufgrund einer Hornhautverkrümmung vorliegt, können torische Intraokularlinsen diesen Sehfehler ausgleichen. Viele moderne Implantate verringern zudem die Blendempfindlichkeit (asphärische Intraokularlinsen). „Schließlich gibt es Mehrstärkenlinsen, die das ins Auge einfallende Licht auf zwei oder drei Brennpunkte verteilen“, sagt Dr. Schayan-Araghi. So wird scharfes Sehen ohne Brille in der Ferne und in der Nähe möglich. „Diese Multifokallinsen sind jedoch nicht für alle Patienten geeignet“, schränkt er ein.

Erwartungen offen ansprechen

„Im Gespräch mit dem Augenarzt sollten die Patienten offen erläutern, welche Erwartungen sie haben und wo ihre besonderen Bedürfnisse liegen“, rät Dr. Schayan-Araghi. Denn der eine will weiterhin Sport im Freien treiben und legt deshalb Wert auf gutes Sehen in der Ferne; der andere liest viel oder arbeitet am Bildschirm; wieder ein anderer Patient ist viel mit dem Auto unterwegs – sowohl tagsüber als auch abends oder nachts. Jeder hat eine ganz eigene Vorstellung davon, was „gut Sehen“ bedeutet. Der modernen Augenheilkunde gelingt es aber immer besser, diesen ganz verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden.


Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Aktuelles vom 01.08.2013
Wenn die Tränen fehlen

Wenn die Tränen fehlen

Das Trockene Auge ist eine Volkskrankheit


DÜSSELDORF 27.06.2013 – Die Augen sind müde und lichtempfindlich, sie brennen und man meint, Sandkörner auf der Augenoberfläche zu spüren: Das Trockene Auge ist die häufigste Augenkrankheit, eine wahre Volkskrankheit. In Deutschland sind etwa 15 Millionen Menschen betroffen. „Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln“, erläutert Dr. med. Thomas Kaercher vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Viele Patienten greifen zur Selbstmedikation ohne augenärztliche Kontrolle.“


Als Basisbehandlung stehen Tränenersatzmittel zur Verfügung. „Die künstlichen Tränen benetzen die Augenoberfläche und lindern so die Beschwerden“, sagt Kaercher. Dabei kommt es darauf an, eine gute, stabile Mischung der körpereigenen und der künstlichen Träne zu erreichen. Heute sind zahlreiche Substanzen verfügbar. Hier kann der Augenarzt den Patienten beraten, welcher Wirkstoff im individuellen Fall hilft. Schon länger bekannt sind Tränenersatzmittel mit Zellulose und mit Hyaluronsäure. Neuere Produkte beeinflussen verschiedene Eigenschaften der Träne, macht Kaercher deutlich: „Der pH-Wert lässt sich normalisieren, aber auch die Fließfähigkeit und die Osmolarität. Dieser Wert gibt an, wie viele Teilchen wie Salze oder Glukose in einer bestimmten Tränenmenge gelöst sind.“

Office-Eye-Syndrom

Oft fallen die Beschwerden nach längerer Arbeit am Computer auf. Dann spricht man vom Office-Eye-Syndrom. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist der ölige Anteil des Tränenfilms gestört mit der Folge, dass die Tränen zu schnell verdunsten. Kaercher rät: „In diesem Fall ist es sinnvoll, ölhaltige Tränenersatzmittel zu verwenden, die den Tränenfilm stabilisieren.“

Drüsen wieder in Gang bringen

Es gibt aber auch die Möglichkeit, die natürliche Produktion der Lipide anzuregen, die den öligen Bestandteil der Träne ausmachen. Sie werden in kleinen Drüsen an den Lidkanten gebildet, den Meibom-Drüsen. Beim Trockenen Auge sind diese Drüsen oft verändert und verstopft. Neu ist ein thermodynamische Verfahren, um sie wieder zu öffnen: Einige Minuten lang wird über eine Kontaktlinse Wärme und sanfter Druck an die Lidkanten weitergeleitet. „Mit dieser einmaligen Behandlung lassen sich die Meibom-Drüsen öffnen und die Beschwerden oft deutlich lindern“, hat Kaercher bei seinen Patienten beobachtet.

Aktuelles vom 26.06.2013
Jedes Auge ist einzigartig

Jedes Auge ist einzigartig

Kontaktlinsen individuell anpassen


DÜSSELDORF 22.05.2013 – Etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland nutzen die Vorteile von Kontaktlinsen: Die kleinen Sehhilfen korrigieren eine Kurz- oder Weitsichtigkeit sehr gut, sie sind unsichtbar, schränken das Gesichtsfeld nicht ein und sie beschlagen nicht. Voraussetzung dafür, dass Kontaktlinsen auf Dauer für klare Sicht sorgen, sind gesunde Augen. Deshalb sollten immer eine augenärztliche Untersuchung und eine individuelle Anpassung erfolgen, erklärt Dr. med. Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte: „Denn jedes Auge ist einzigartig.“

Kontaktlinsen schwimmen auf dem Tränenfilm und korrigieren Brechkraftfehler des Auges oft besser, als es mit einer Brille möglich ist. Gerade weil sie direkten Kontakt zur empfindlichen Augenoberfläche haben, ist die Anpassung beim Augenarzt von besonderer Bedeutung. „Bei der fachärztlichen Untersuchung wird zunächst geklärt, ob das Auge gesund und für das Tragen von Kontaktlinsen geeignet ist“, erläutert Dr. Böhme. Der Augenarzt prüft nicht nur die Sehstärke (Refraktion), sondern er untersucht die Augenoberfläche und den vorderen Augenabschnitt mikroskopisch. Beispielsweise prüft er, ob der Tränenfilm intakt ist. Für die Wahl der richtigen Kontaktlinse sind dann verschiedene Kriterien ausschlaggebend.

Sorgfältige Auswahl

Neben den Refraktionswerten für die Korrektur des Sehfehlers muss die Linse den zur Augenoberfläche passenden Krümmungsradius haben, der von Auge zu Auge unterschiedlich ist. „Passt die Krümmung der Linse nicht zum Auge, dann kann es zu Druckstellen kommen, an denen die Hornhaut geschädigt wird.“ Wichtig ist auch, dass die Kontaktlinse aus einem möglichst sauerstoffdurchlässigen Material gefertigt ist, erläutert Dr. Böhme: „Die Hornhaut des Auges ist nicht durchblutet. Sie wird über den Tränenfilm mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Kontaktlinsen sollten daher möglichst viel Sauerstoff und Nährstoffe ans Auge lassen.“

Vorteile formstabiler Kontaktlinsen

Augenärzte empfehlen vielfach formstabile Kontaktlinsen. Ihr Material zeichnet sich durch eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit aus, und die HighTech-Fertigung erlaubt eine präzise Anpassung ans Auge. Sie haben einen kleinen Durchmesser und decken damit nicht die gesamte Hornhaut ab. Sie sind nach der Eingewöhnungsphase gut verträglich und vor allem dann geeignet, wenn die Linsen oft und dauerhaft getragen werden sollen.

Der Kontaktlinsen-Experte hebt hervor: „Das Auge ist unser kostbarstes Sinnesorgan und für Experimente nicht geeignet. Kontaktlinsen sollten gut angepasst und hochwertig sein – keine Selbstbedienung mit Billigware aus dem Internet!“ Gut angepasste Linsen können bei regelmäßiger Kontrolle (bei Weichlinsen halbjährlich, bei formstabilen Linsen jährlich) bis ins hohe Alter Freude machen.

Aktuelles vom 20.06.2013
Spitzenmedizin made in Ostfriesland
Wir gratulieren!  „Augenärzte am Meer“ gehören zu den besten Adressen für Augenheilkunde in Deutschland

Zum ersten Mal seit Eröffnung des Augentagesklinik Ostfriesland in Aurich,die wir zusammen mit den Kollegen Dr.med. Burkhard Awe und Dr.med. Christian Karwetzky aus der Wilhelmshavener Praxis  „Augenärzte am Meer“ gegründet haben, wurden die „Augenärzte am Meer“ vom Focus in die Liste der besten Einrichtungen für Augenheilkunde in Deutschland aufgenommen. Das Magazin recherchiert jährlich bundesweit über 1.000 Mediziner, die besonders versiert sind auf ihrem Fachgebiet. Doch nach welchen Kriterien werden die Ärzte ausgesucht und welche Anforderungen müssen erfüllt werden, um in die Liste aufgenommen zu werden? Birgit Fischer, Geschäftsführerin der „Augen am Meer“ GmbH und Co. KG berichtet: „Wir wurden gegen Ende des letzten Jahres angeschrieben, ob wir an der jährlich stattfindenden Auswertung teilnehmen möchten“. Die unabhängige Erhe-bung erfolgt anhand der Empfehlungen von Patienten und Patientenverbänden, Kranken-hausärzten und niedergelassenen Medizinern sowie angesichts der Anzahl an durchge-führten Behandlungen und wissenschaftlichen Publikationen. Mit insgesamt über 60.000 erfolgreich am Auge durchgeführten Operationen und jährlich mehr als 50.000 Behandlungen und Untersuchungen am Auge hat sich das Unternehmen, das 1993 in Wilhelmshaven gegründet wurde, mittlerweile auch überregional einen guten Namen gemacht.

„Besonders stolz macht es uns, dass wir im Bereich Refraktive Chirurgie und Katarakt (z.B. Grauer Star und Augenlaser) als einzige Einrichtung in Niedersachsen empfohlen wurden und den Bewohnern Ostfrieslands in unmittelbarer Nähe Augenheilkunde auf Top-Niveau anbieten können“, berichtet Birgit Fischer, die als Geschäftsführerin der „Augenärzte am Meer“ mittlerweile Personalverantwortung für über 80 Mitarbeiter an den sechs Praxis- und OP-Standorten in Wilhelmshaven, Bremerhaven, Aurich und Rastede besitzt. Auch für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt. „Wir wollen versuchen, auch in Zukunft in gut ausgebildete Mitarbeiter und modernste Medizintechnik zu investieren“, so Frau Fischer. „Nur so kann man die Versorgungsqualität langfristig sichern und dem Vertrauen gerecht werden, das die Patienten täglich in uns setzen.“
Aktuelles vom 30.05.2013
Angenehm übersichtlich

Durch eine Gleitsichtbrille gesehen, können kleinere Bildschirme von Vorteil sein.

DÜSSELDORF 10.04.2013 – Wer Computer und Zubehör verkauft, wirbt häufig für besonders große Bildschirme – doch Augenärzte wissen, dass sie nicht für jeden Nutzer angenehm sind. Dr. med. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte rät: „Wer durch eine Gleitsichtbrille sieht, kommt mit einem kleineren Bildschirm besser klar.“

Etwa ab dem Alter von 45 Jahren erleben es alle Menschen: Die Augen passen sich nicht mehr mühelos an unterschiedliche Entfernungen an. Die so genannte Alterssichtigkeit (Presbyopie) setzt ein. Um ein Buch, die Zeitung oder Landkarten zu lesen, brauchen wir eine Lesebrille, für den Blick auf den Computerbildschirm, der typischerweise etwas weiter vom Auge entfernt steht, vielleicht noch eine eigens angepasste Bildschirmbrille.

Eine für alles

Wer nicht ständig die Brille auf- und absetzten oder gar zwischen verschiedenen Brillen wechseln möchte, für den kann eine Gleitsichtbrille eine komfortable Lösung sein, weiß Dr. Eckert: „Die dafür eingesetzten Gläser bieten im oberen Bereich eine optimale Korrektur für die Fernsicht, im unteren Bereich dagegen die nötige Unterstützung zum Lesen, dazwischen beinhalten die modernen Gleitsichtgläser einen Bereich für die Sicht auf etwas weiter entfernte Objekte wie den Bildschirm.“ Je nachdem, durch welchen Teil des Glases man blickt, findet man also immer ein scharfes Bild. „Die optische Zone für das Lesen ist aber notwendiger Weise klein, so dass die Nutzer der Brille manchmal etwas Mühe haben, bis sie mit der Gleitsichtbrille gut lesen können“, ist die Erfahrung des Augenarztes Dr. Eckert. „Gewöhnungsbedürftig ist für viele auch zunächst, wenn Sie sich im Alltag mit der Gleitsichtbrille bewegen. Beispielsweise wenn man eine Treppe hinabsteigt und dabei nach unten schaut, sieht man die Treppe nicht scharf, weil man ja durch den Teil der Brille schaut, der für die Nahsicht eingerichtet ist.“ Nach einer Eingewöhnungsphase von einigen Tagen kommen die meisten Menschen aber gut mit der Gleitsichtbrille zurecht.

Augenärztliche Untersuchung

Doch gerade beim Blick auf einen großen Computerbildschirm kann die Gleitsichtbrille zum Handicap werden, weiß Dr. Eckert: „Um den ganzen Bildschirm im Blick zu haben, schaut man zwangsläufig auch durch den oberen Teil des Brillenglases, der für die Fernsicht optimiert ist. So erscheint der Bildschirm dann verschwommen.“ Sinnvoll ist es, den Bildschirm möglichst niedrig aufzustellen, so dass man den Kopf nicht anheben muss. Für die Träger von Gleitsichtbrillen sind kleine, überschaubare Bildschirme wie beispielsweise der Monitor eines Laptops mitunter von Vorteil, zumal man auf einen Laptop-Bildschirm meist von oben und damit automatisch durch die Nah-Zone der Brille schaut. „Und wer auf einen großen Bildschirm Wert legt, für den ist dann doch die eigens angefertigte Bildschirmbrille eine Option“, erläutert Dr. Eckert. Die für die Bestimmung einer Bildschirmbrille notwendigen Untersuchungen sind allerdings nicht Teil der kassenärztlichen Versorgung.

„In jedem Fall ist eine augenärztliche Untersuchung vor dem Gang zum Optiker empfehlenswert“, betont er. Er kann nicht nur gemeinsam mit dem Patienten die Brillenkorrektion feststellen, die individuell das Potenzial der Augen am besten ausschöpft, sondern er kann auch sicherstellen, dass keine bisher unbemerkte Augenkrankheiten vorliegen, die das Sehvermögen bedrohen.

(Quelle: BVA)

Aktuelles vom 20.04.2013
Das Augenlicht im Auge behalten

DÜSSELDORF 04.03.2013 – Tag für Tag die Welt zu sehen, ist wundervoll, aber eigentlich kein Wunder – solange die Augen gesund sind. Nur merken wir leider nicht immer, wenn eine Augenkrankheit uns schleichend den wichtigsten unserer Sinne nimmt. „Eine der häufigsten Krankheiten, die das Sehvermögen bedroht, ist das Glaukom“ erläutert Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Während der Weltglaukomwoche vom 10. bis 16. März informieren Augenärzte weltweit über diese Volkskrankheit, die rund 3,1 Millionen Menschen das Augenlicht unwiederbringlich geraubt hat.

Knapp eine Million Menschen leiden in Deutschland am Glaukom (Grüne Star), damit ist es bei uns die zweithäufigste Krankheit, die das Sehvermögen bedroht. Bei etwa 1,3 Millionen Menschen liegen wichtige Risikofaktoren wie ein erhöhter Augeninnendruck vor. „Das Tückische am Glaukom ist, dass es in den allermeisten Fällen keine Schmerzen verursacht und dass die Patienten oft über Jahre hinweg keine Symptome bemerken“ macht Prof. Pfeiffer klar, „ – bis schon ein großer Teil des Sehnervs abgestorben ist“.

Sehnerv unter Druck

Der Name Glaukom bezeichnet eigentlich eine Gruppe von Augenkrankheiten unterschiedlicher Ursache, denen eines gemeinsam ist: Der empfindliche Sehnerv, ein aus rund 1,2 Millionen Fasern bestehendes „Datenkabel“, das die Lichtreize ins Gehirn leitet, stirbt aufgrund eines individuell zu hohen Drucks im Augeninneren ab. Ein zu hoher Augeninnendruck kann beispielsweise entstehen, wenn die Abflusswege des Kammerwassers, das die Linse des Auges umspült, sich allmählich zusetzen. „Doch bei rund einem Drittel der Glaukompatienten wird der Sehnerv geschädigt, obwohl der Augeninnendruck nicht auffällig hoch ist“, erläutert Prof. Pfeiffer.

Gesichtsfeldausfälle bleiben unbemerkt

Stirbt der Sehnerv ab, dann entstehen Ausfälle im Gesichtsfeld – zunächst am Rand, später auch im Zentrum. Sie bleiben jedoch lange unbemerkt, da zum einen der Seheindruck des zweiten Auges das Bild ergänzt und da zum anderen das Gehirn „hochrechnet“ welcher Seheindruck zu erwarten wäre. Deshalb können die Betroffenen häufig gar nicht bemerken, dass mit ihren Augen etwas nicht stimmt. Dass sie Dinge am Rand des Gesichtsfeldes übersehen und daher vielleicht häufiger irgendwo anstoßen, führend sie eher auf Unaufmerksamkeit zurück. Prof. Pfeiffer rät deshalb zum Sehnerv-Check: „Der Augenarzt kann bei einer Früherkennungsuntersuchung, bei der er den Sehnerv kontrolliert und den Augeninnendruck misst, die Krankheit schon frühzeitig erkennen – und dann meist ein Fortschreiten verhindern.“ (siehe auch: Hintergrundinformationen zum Glaukom)

Hintergrundinformationen zum Glaukom

Wem empfehlen Augenärzte eine Glaukom-Früherkennung?
  • Menschen, deren direkte Verwandte – Eltern, Geschwister – am Glaukom leiden
  • stärker kurzsichtigen Menschen
  • allen Menschen ab dem Alter von 40 Jahren
Was gehört zur Glaukom-Früherkennung?
  • Der Augenarzt betrachtet durch sein Spezialmikroskop den Sehnervenkopf, (die Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt), um Auffälligkeiten festzustellen. Er kann eine Aufnahme anfertigen, um bei späteren Untersuchungen vergleichen zu können.
  • Mit der Messung des Augeninnendrucks wird ein wichtiger Risikofaktor für das Glaukom überprüft.
  • Gibt es Hinweise auf das Vorliegen eines Glaukoms, stehen weitere Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung: Mit der Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) wird untersucht, ob bereits Ausfälle im Gesichtsfeld entstanden sind.
  • Sinnvoll ist zudem die Messung der Hornhautdicke, um den individuell korrekten Augeninnendruck bestimmen zu können. Außerdem stellt eine dünne Hornhaut einen Risikofaktor für Glaukom dar.
  • High-Tech-Diagnostik wie die Retinatomographie zur dreidimensionalen Vermessung des Sehnervenkopfes, die Messung der Nervenfaserschichtdicke oder die optische Kohärenztomographie sind vor allem wertvoll für die Verlaufsbeobachtung, um den Erfolg einer Glaukombehandlung zu kontrollieren und eine eventuelle Verschlechterung frühestmöglich zu erkennen. Die Therapie kann dann rechtzeitig begonnen oder umgestellt werden.
Wie wird das Glaukom behandelt?

Das Ziel einer jeden Behandlung ist es, die Fasern des Sehnervs ein Leben lang zu erhalten. In den meisten Fällen genügt die Behandlung mit Augentropfen, die den Augeninnendruck senken und so den Sehnerv entlasten. Reicht diese Therapie nicht aus, um das Fortschreiten des Glaukoms zu stoppen, besteht die Möglichkeit einer Laserbehandlung oder einer Operation.

Weitere Informationen zur Weltglaukomwoche: www.wgweek.net

Aktuelles vom 06.03.2013
Volkskrankheiten in der Augenheilkunde
Auch in diesem Jahren werden wir wieder an der größten europäischen Fortbildung für Augenärzte in Düsseldorf teilnehmen und sind auch selbst als Referenten tätig. Hier der Ankündigungstext vom Berufsverband der Augenärzte:


Fortbildungstagung vom 26. Februar bis 2. März in Düsseldorf

DÜSSELDORF 29.01.2013 – So klein das Auge auch ist: Wird es krank, dann sind wir in unserem täglichen Leben stark eingeschränkt. Augenkrankheiten sind häufig und nahezu jeder Mensch bekommt früher oder später damit zu tun. Welche Volkskrankheiten in der Augenheilkunde im Vordergrund stehen und was Augenärzte tun können, um das Sehen zu erhalten, damit befasst sich die Augenärztliche Akademie Deutschland vom 26. Februar bis zum 2. März in Düsseldorf.

Die meisten Volkskrankheiten in der Augenheilkunde sind Krankheiten des Alters: Der Graue Star (Katarakt), der grüne Star (Glaukom), die Altersbedingte Makuladegeneration und auch die diabetische Netzhauterkrankung. Sie beginnen schleichend, mitunter sogar gänzlich ohne Symptome; doch unbehandelt führen sie zur Erblindung. Andere Volkskrankheiten wie das Trockene Auge gefährden zwar das Sehvermögen nicht unmittelbar, sie beeinträchtigen das Wohlbefinden aber sehr stark. Auch Fehlsichtigkeiten sind sehr weit verbreitet: Fast zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland benötigen eine Sehhilfe. Bei weit verbreiteten Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck können Augenärzte einen wertvollen diagnostischen Beitrag leisten, denn die Veränderungen von Blutgefäßen im Auge lässt einen Rückschluss auf den Zustand der Blutgefäße im ganzen Körper zu.

Bedeutung der Augenheilkunde wird zunehmen

„Die Augenheilkunde ist nach der Gynäkologie das Gebiet im Facharztbereich, das am häufigsten von der Bevölkerung in Anspruch genommen wird.“ Prof. Dr. med. Bernd Bertram, der erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) macht im Vorfeld der Tagung deutlich, dass sich dieser Trend zur Inanspruchnahme augenärztlicher Leistungen in den nächsten Jahren noch verstärken wird: „Durch die demographische Entwicklung steigt die Bedeutung der Augenvolkskrankheiten, die ohne zeitige Erkennung und richtige Behandlung häufig zur Erblindung führen, noch weiter.“ Prof. Dr. med. Anselm Kampik, der Generalsekretär der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) betont den gesundheitspolitischen Aspekt des Kongressthemas: „Es ist erstaunlich, dass viele die Existenz von Volkskrankheiten in der Augenheilkunde nicht erkennen. Im Gegensatz zu anderen Ländern wird in Deutschland die Bedeutung der Augenheilkunde nicht genügend wahrgenommen.“

Fortbildung auf dem neuesten Stand des Wissens

Wie Augenärzte die das Sehen beeinträchtigenden oder gar bedrohenden Volkskrankheiten schon in sehr frühen Stadien sicher diagnostizieren und mit welchen Behandlungsstrategien sie ihren Patienten helfen können, darüber werden sie sich vom 26. Februar bis zum 2. März im Congress Center Düsseldorf (CCD) bei der 14. Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) austauschen. Rund 5000 Tagungsteilnehmer werden erwartet. Die AAD, gemeinsam organisiert von DOG und BVA, ist die größte augenärztliche Fortbildungstagung im deutschsprachigen Raum und bringt niedergelassene und klinisch tätige Augenärzte seit dem Jahr 2000 regelmäßig auf den neuesten Stand des Wissens.

Patientensymposien

Zum Kongressauftakt finden am 26. Februar zwei Veranstaltungen für Patienten statt: Die PRO RETINA Deutschland e.V. befasst sich mit dem Thema „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?“. Parallel dazu findet eine Patientenveranstaltung mit dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung statt.

Aktuelles vom 31.01.2013
Probleme mit dem Email-Empfang beendet
Wir hatten leider aufgrund technischer Probleme Schwierigkeiten mit dem Zugang zum Internet und können keine Emails empfangen. Dies Problem ist jetzt behoben.

Nutzen Sie den Service der Terminvereinbarung über Email.


Ihr Team der Augenarztpraxis
Johannes Rieks
Arno Wirdemann

Aktuelles vom 21.01.2013
Mehr als 100 Prozent sind möglich

Was gesunde Augen mit der optimalen Sehhilfe leisten können


DÜSSELDORF 12.12.2012 – 100 Prozent sind nicht immer perfekt – jedenfalls nicht, wenn vom Sehvermögen die Rede ist. Junge Erwachsene mit gesunden Augen können mit einer optimal angepassten Sehhilfe sogar bis zu 200 Prozent erreichen.

„Um das individuelle Potenzial des Auges vollständig zu nutzen, kann es auch für nahezu Normalsichtige sinnvoll sein, zu einer Brille oder zu Kontaktlinsen zu greifen“, erläutert Prof. Dr. med. Dieter Friedburg vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Er ergänzt: „Daher gibt es beispielsweise die ,Schießbrille‘, eine sehr genau bestimmte Brille, die das individuelle Sehpotenzial voll ausschöpft. So eine Sehhilfe muss individuell und fachgerecht angepasst werden.“ Dazu wird zunächst die objektive Refraktion festgestellt und anschließend ein sorgfältiger subjektiver Abgleich vorgenommen, mit dem die bestmögliche Brillenkorrektion festgestellt wird. Doch nicht immer lässt sich mit dieser optimalen Korrektion eine Sehschärfe von 100 Prozent oder mehr erzielen. Die fachärztliche Untersuchung beim Augenarzt schafft im Vorfeld Klarheit, ob eine Augenkrankheit vorliegt, die das Sehvermögen beeinträchtigt und falls ja, welche Behandlung angezeigt ist.

Sehqualität bis ins hohe Alter bewahren

Spätestens ab dem Alter von etwa 45 Jahren lässt die Fähigkeit zur Akkommodation nach – die Augen können sich nicht mehr auf unterschiedliche Entfernungen einstellen, die Alterssichtigkeit setzt ein. Dann sind alle Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen; und auch hier gilt: „Eine optimal korrigierende Sehhilfe fördert die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter“, betont Prof. Friedburg. Die Beratung beim Augenarzt ist auch hier von besonderer Bedeutung. Denn er kennt nach der Untersuchung des Auges dessen Potenzial und weiß, ob möglicherweise Augenkrankheiten die Sehkraft beeinträchtigen. So kann er den besten Rat für eine den individuellen Sehanforderungen optimal entsprechende Brille geben.

Was bedeutet das eigentlich: 100 Prozent Sehvermögen?

Von 100 Prozent Sehvermögen spricht man, wenn eine Person über einen Visus von 1,0 verfügt. Der Visus gibt Aufschluss über das individuelle Auflösungsvermögen des Auges. Der Wert ist umso größer, je kleinere Details an einem Objekt erkannt werden. Ein Visus von 1,0 bedeutet, dass das Auge auf fünf Meter Abstand an einem Objekt Details von 1,5mm Größe noch erkennen kann. Das kann beim Sehtest beispielsweise die Lücke in einem Ring (Landoltring) sein. Wenn eine Person auf diese Entfernung nur mindestens 3mm große Objektdetails erkennt, dann beträgt der Visus 0,5. Dabei kann sowohl der eine wie auch der andere Wert durchaus „normal“ sein – denn der Visus verändert sich mit dem Alter. Bei 20-Jährigen liegt der „normale“ Visus zwischen 1,0 und 2,0 für 80-Jährige sind dagegen Werte zwischen 0,6 und 1,0 im Bereich des Normalen.

Aktuelles vom 14.12.2012
Diabetes: Schützen Sie ihr Augenlicht

Regelmäßige Kontrollen erhalten das Sehvermögen

DÜSSELDORF 12.11.2011 – Mehr als 374 Millionen Diabetiker gibt es schätzungsweise weltweit, und es werden immer mehr. Alleine in Deutschland wird die Zahl der Diabetiker auf mehr als sieben Millionen geschätzt. Viele von ihnen wissen nicht, dass die Zuckerkrankheit sie blind machen kann. Regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt tragen dazu bei, dieses Schicksal zu verhindern. Darauf macht der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am 14. November aufmerksam.

„Diabetes – Schützen Sie unsere Zukunft“ lautet in diesem Jahr der Slogan der Kampagne, in deren Mittelpunkt Prävention und Aufklärung stehen. PD Dr. med. Klaus Dieter Lemmen vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands wandelt den Slogan ab und rät: „Diabetes: Schützen Sie ihr Augenlicht“. Denn die Volkskrankheit Diabetes schädigt die feinen Blutgefäße in der Netzhaut des Auges. Die Folge können zunächst unbemerkte Veränderungen am Rand der Netzhaut sein, die unbehandelt aber fortschreiten und möglicherweise sogar zur Erblindung führen. Die diabetische Netzhauterkrankung ist verantwortlich für rund zehn Prozent der Erblindungen in Deutschland; sie ist damit die dritthäufigste Ursache für Blindheit.

Sehvermögen erhalten

Die Betroffenen können Einiges tun, um ihr Augenlicht zu erhalten. „Einmal jährlich sollte jeder Diabetiker in der Augenarztpraxis untersucht werden“, rät Lemmen. Denn bei der Untersuchung der Netzhaut kann der Augenarzt die Veränderungen schon feststellen, bevor Symptome auftreten. Dann kann er gemeinsam mit dem Patienten entscheiden, ob weitere, engmaschigere Kontrolluntersuchungen sinnvoll sind oder ob eventuell bereits eine Behandlung angezeigt ist. Außerdem ist es wichtig, sowohl die Blutzucker- als auch die Blutdruckwerte konsequent unter Kontrolle zu halten. So lassen sich in vielen Fällen das Sehvermögen erhalten. Vom Zustand der Blutgefäße am Augenhintergrund lassen sich außerdem auch Rückschlüsse ziehen auf den Zustand der Blutgefäße im gesamten Körper.

Behandlungsmöglichkeiten

Doch auch wenn die Netzhaut geschädigt ist, können Augenärzte den Sehverlust aufhalten. Je nachdem, wie weit die diabetische Netzhauterkrankung fortgeschritten ist und welche Bereiche der Netzhaut betroffen sind, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Option ist die Laserkoagulation. „Bei der Laserbehandlung werden die porösen Gefäße abgedichtet oder geschädigte Netzhautstellen verödet“, erläutert Lemmen. Wenn die Krankheit bereits die Netzhautmitte erreicht hat und das Sehvermögen beeinträchtigt ist, kann auch die Gabe von gefäßabdichtenden Medikamenten ins Augeninnere hilfreich sein.

Zentrale Veranstaltung am 18. November

Die Zusammenhänge von Diabetes und Augenkrankheiten sind eines der Themen bei der zentralen Veranstaltung zum Weltdiabetestag in Deutschland, die am Sonntag, 18. November in Berlin stattfindet. Das Motto der Veranstaltung lautet „Mit Diabetes leben: Besser informiert – weniger Sorgen. Ausführliche Informationen zum Programmablauf sind zu finden auf weltdiabetestag.diabetesde.org.

Aktuelles vom 12.11.2012
Neue Laserbehandlung gegen Grünen Star
Wir haben zur Behandlung des Grünen Stars einen neuen Laser angeschafft um damit eine selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) durchführen zu können.


Die Selektive Lasertrabekuloplastik ist eine neue Lasertechnik zur Behandlung des Glaukoms (Grüner Star). Mit dem SLT-Laser ist eine wesentlich schonendere Behandlung möglich als mit bisherigen Laserverfahren. Durch eine Laserbehandlung im Kammerwinkel des Auges wird der Augeninnendruck über einen verbesserten Abfluss der Augenflüssigkeit herabgesetzt.


Die SLT-Behandlung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und verursacht keine Nebenwirkungen. Bei ca. 80 % der behandelten Patienten vermindert sie den Augeninnendruck erfolgreich. Falls nötig, kann die Behandlung auch wiederholt werden.

Bei der SLT ist die Besonderheit, dass die Laserenergie nur selektiv auf die Pigmentzellen im Kammerwinkel wirkt. Dabei kommt es über einen regenerativen, körpereigenen Prozess zur Erneuerung und Umstrukturierung dieser Zellen im Kammerwinkel, die in der Folge zu einer Abflusserleichterung des Kammerwassers führen. Dadurch nimmt dann der Augeninnendruck ab.


Dadurch, dass diese Behandlung einen natürlichen Umstrukturierungsprozess anregt, ist es möglich, die Behandlung – wenn nötig – mehrfach zu wiederholen, ohne dass es zu einer Schädigung des Kammerwinkels kommt.


Die SLT kann, auf Anraten des Arztes, eingesetzt werden

·        bei sog. Offenwinkelglaukom

·        bei Unverträglichkeit auf Glaukomtropfen

·        falls Sie Glaukomtropfen anwenden und mit SLT kombinieren möchten

·        falls Sie Schwierigkeiten bei der Verabreichung von Glaukom Tropfen haben


Welche anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch ?

Das Offenwinkelglaukom wird meistens mit Glaukomtropfen behandelt, die ein- oder mehrmals am Tag angewendet werden müssen. Diese Behandlung erfolgt üblicherweise lebenslang und ist nicht immer frei von Nebenwirkungen.

Augendrucksenkende Laserbehandlungen neben der SLT sind die Argon-Laser-Trabekuloplastik und die Zyklophotokoagulation. Bei beiden Verfahren müssen Gewebeschäden in Kauf genommen werden.

Reichen die beschriebenen Möglichkeiten nicht aus, so ist eine Glaukomoperation erforderlich, bei der ein neuer Kammerwasserabfluss künstlich hergestellt wird.



Aktuelles vom 10.04.2012
Wir bilden uns für Sie fort!
Am Dienstag, den 20.03.2012, beginnt in Düsseldorf die Augenärztliche Akademie Deutschlands. Es ist die führende Tagung für Fort- und Weiterbildung im deutschsprachigen Raum und das Haupthema lautet diesmal "Augenheilkunde interdisziplinär". Die Fortbildung dauert bis zum 24.03.2012

Am Dienstag findet von 14.00 - 20.00h noch eine Sprechstunde statt, dann wird die Praxis aber geschlossen sein, da wir alle unserer Fortbildungspflicht nachkommen. Vertretung für unser Praxis übernehmen die ortsansässigen Augenärzte.

Den Notfalldienst entnehmen Sie bitte dem Notfalldienstkalender auf dieser Webseite.

Am Montag, 26.03., sind wir ab 08.00h wie gewohnt wieder für Sie da.

Aktuelles vom 19.03.2012
Sehnerven-Check zur Weltglaukomwoche

DÜSSELDORF (eb). Zur Weltglaukomwoche, die noch bis 17. März 2012 dauert, rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) allen Menschen ab 40 Jahren, regelmäßig zur Früherkennung zu gehen.


Ab diesem Alter steigt das Risiko. Wesentlich sei der Sehnerven-Check, so Professor Franz Grehn aus Würzburg, Präsident der World Glaucoma Association, in einer BVA-Mitteilung.


Als zweites Element komme die Messung des Augeninnendrucks hinzu, denn er ist ein wichtiger Risikofaktor für ein Glaukom.

www.augeninfo.de
Aktuelles vom 12.03.2012
Glaukomvorsorge nicht sinnvoll?
Inzwischen werden vielen Versicherten von ihrem Arzt eine so genannte "Individuelle Gesundheitsleistung" (IGeL) angeboten. Damit der Patient nicht die Orientierung verliert, hat der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen jetzt ein Internetportal entwickelt.

...

Die Bewertung "positiv" wird kein einziges Mal vergeben. Das ruft natürlich auch einen Teil der Ärzteschaft auf den Plan, die die Leistungen ja ihren Patienten anbieten. Der Berufsverband der Augenärzte zum Beispiel protestiert, dass die Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung als "tendenziell negativ" bewertet wird. Das heißt, dass der Schaden der IGeL geringfügig schwerer wiegt als ihr Nutzen. Das ist eine verzerrte Wertung, findet auch Ludger Wollring, niedergelassener Augenarzt in Essen:

"Wir fanden die Formulierung unglücklich. Richtig ist ja, wenn man es wörtlich nimmt, dass Augeninnendruckmessen alleine reicht nicht, aber es wurde nicht darauf hingewiesen, dass eine Glaukomvorsorge eben aus zwei Dingen besteht. Und zwar der Messung des Augeninnendrucks und der Beurteilung des Sehnervens, also der Papille."

Und nur in dieser Kombination würden Augenärzte diese IGeL-Leistung anbieten und auch durchführen, betont Ludger Wollring. Wie viele seiner Kollegen, vermutet er, dass die gesetzlichen Krankenkassen, die die neue Internetplattform finanzieren, eigene Interessen verfolgen.

"Da muss man sagen, dass dahinter ja auch immer etwas die politische Tendenz steht zu sagen, alles was wir, die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen, ist das was notwendig ist, und alles, was wir nicht bezahlen, ist auch gar nicht notwendig."

Tatsächlich befürchtet auch Ralf Kern von der Patientenvereinigung Fusion, dass es beim IGeL-Monitor trotz aller Transparenz und Information nicht nur um das Wohl der Patienten geht.

"Wie haben hier die Sicht der GKV und des Medizinischen Dienstes, die natürlich so viel wie möglich sparen wollen. Aber es ist keine Sicht des Patienten dabei. Es ist für mich auf eine Art ein Feigenblatt."

So bliebe leider der fahle Beigeschmack, sagt er, dass eine schlechte Bewertung der IGeL-Leistungen auch eine Rechtfertigung dafür sei, dass die gesetzlichen Kassen die Diagnosemethode oder Therapie nicht bezahlen.

Quelle: Deutschlandradio Kultur 01.03.12
Aktuelles vom 08.03.2012
Kontaktformulare funktionieren wieder!
Durch einen Konfigurationsfehler haben die Kontaktformulare (Termine, Rezeptbestellung) unserer Webseite nicht funktioniert. Der Fehler wurde behoben.

Sollten Sie uns in der letzten Zeit über die Formulare eine Anfrage geschickt haben, bitte wir um Entschuldigung, daß wir nicht reagiert haben.


Das Team der Augenarztpraxis
Johannes Rieks - Arno Wirdemann
Aktuelles vom 19.02.2012
Warum wir uns die Augen reiben
(Düsseldorf) - "Elf Feinde hat das Auge: zehn Finger und ein Tuch", behauptet ein Bonmot unter Augenärzten. Denn wenn man sich die Augen reibt und die Finger dabei die Augenoberfläche berühren, können Keime ins Auge gelangen. Doch weshalb reiben wir uns überhaupt die Augen?

Oft passiert es, wenn wir müde sind: Wir reiben uns die Augen. Prof. Dr. med. Gerd Geerling vom Ressort "Trockenes Auge" im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erläutert: "Wenn wir müde sind, gehen viele Aktivitäten des Körpers zurück. Auch die Tränendrüse produziert dann weniger Flüssigkeit. Die Folge ist, dass der schützende Tränenfilm auf der Hornhaut zu dünn wird und aufreißt. Und wenn die Augen trocken werden, fangen sie an zu jucken." Das Augenreiben bringt aber keine wirkliche Besserung - gegen Müdigkeit hilft nur der Schlaf, trockenen Augen kann dagegen ein Spaziergang an der frischen Luft Linderung bringen.


Trockene Luft und Computerarbeit

"Müde Augen" können auch die Folge einer Blickmonotonie sein, wie sie bei konzentrierter Arbeit am Computer, beim Fernsehen oder beim Autofahren auftritt. "Wer beständig auf den Bildschirm schaut, dessen Lidschlagfrequenz sinkt. Und auch dann steigt die Gefahr, dass die Augenoberfläche austrocknet", ergänzt Prof. Geerling. Trockene Luft etwa in geheizten Räumen kann die Beschwerden noch zusätzlich verstärken. Sich beständig die Augen zu reiben, ist keine Lösung für trockene Augen - im Gegenteil: Geraten dabei Keime ins Auge kann sich die ohnehin schon gereizte Augenoberfläche erst recht entzünden.


Ersatz für fehlende Tränen

Mit künstlicher Tränenflüssigkeit lassen sich die Beschwerden in den meisten Fällen gut beheben. Dabei ist es sinnvoll, das "Trockene Auge" zunächst vom Augenarzt abklären zu lassen. Er kann feststellen, ob das Problem auf zu geringe Tränenproduktion zurückgeht oder ob die Tränenflüssigkeit möglicherweise aufgrund einer Störung der Zusammensetzung des Tränenfilms zu schnell verdunstet. Die augenmedizinische Forschung hat in jüngster Zeit viel über die komplexe Struktur des Tränenfilms erfahren und es gibt unterschiedliche Präparate und Strategien um die verschiedenen Formen des Trockenen Auges in den Griff zu bekommen.

(BVA)
Aktuelles vom 17.01.2012
Vorsogeuntersuchung sinnvoll

Zu Vorsorgeuntersuchungen und zum Lasern gibt der Augenarzt und Sprecher des Berufsverbandes der Augenärzte, Georg Eckert, Auskunft.


Hamburger Abendblatt:

Welche der angebotenen kostenpflichtigen Leistungen meines Augenarztes sind sinnvoll?

Georg Eckert:

Die gesetzlichen Kassen dürfen keine einzige Vorsorgeleistung im Bereich der Augenheilkunde bezahlen, weder bei Kindern noch bei Erwachsenen zur Früherkennung des grünen Stares. Diese Vorsorgeleistungen sind jedoch extrem sinnvoll, weil damit Blindheit und Sehschwäche zuverlässig vermieden werden können.


Welche Vorsorgeuntersuchungen sollten Erwachsene unbedingt machen lassen?

Eckert:

Zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr empfehlen wir unbedingt eine Untersuchung auf Grünen Star (Glaukom), da der Betroffene im Normalfall nichts von der Krankheit merkt. Dabei wird der Druck gemessen und der Sehnerv untersucht. Der Grüne Star ist früh genug erkannt sehr gut behandelbar. Ich empfehle diesen Termin alle ein bis zwei Jahre. Die dritte wichtige Untersuchung ist die AMD, die Altersabhängige Makuladegeneration. Ab 70 Jahren ist sie die häufigste Ursache für Erblindung in Deutschland. Früh genug erkannt ist sie gut therapierbar.


Wann ist es sinnvoll, seine Augen lasern zu lassen?

Eckert:

Der Laser wird zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten bis zum Nachstar nach Staroperation bis zur Behandlung von Netzhautveränderungen bei Diabetes eingesetzt. Lasern ist eine gute Behandlungsmethode, die ausgesprochen komplikationsarm und beinahe schmerzfrei ist. Allerdings können wie bei jeder Operation Komplikationen wie Entzündungen auftreten, deshalb muss engmaschig kontrolliert und sorgfältig indiziert werden

Hamburger Abendblatt; 07.10.12
Aktuelles vom 08.01.2012
Braucht mein Kind eine Brille?
Braucht mein Kind eine Brille? / Schon Babys können auf eine Sehhilfe angewiesen sein

(Düsseldorf) - "Muss das wirklich sein?" Eine augenärztliche Brillenverordnung stößt bei den Eltern kleiner Kinder oft auf Skepsis. PD Dr. med. Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hält dem entgegen: "Ja, oft muss es sein. Damit sich das Sehvermögen der Kinder gut entwickeln kann, sind Sehhilfen mitunter dringend nötig."

Wenn ein Kind fehlsichtig ist, verwenden Augenärzte besondere Sorgfalt auf die Bestimmung der Sehhilfe. "Das ist absolut notwendig", betont Dr. Friedrich, die Leiterin des Arbeitskreises Strabologie (das ist die Lehre von den Schielerkrankungen) im BVA. Denn jeder Sehfehler - ganz gleich ob es sich um eine Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit handelt - muss korrekt ausgeglichen werden, damit sich die Sehkraft gut und altersgemäß entwickeln kann, und damit das Gehirn lernt, die Bildinformationen beider Augen zu verarbeiten.

Ziel ist es, eine einseitige Sehschwäche zu vermeiden
Augenärzte hören oft von Eltern "Mein Kind sieht ohne Brille genauso gut." Doch dieser Eindruck täuscht: Medizinische Laien können die Wertigkeit des Sehens in der Regel nicht richtig einschätzen, denn subjektive Eindrücke sind hier nicht ausschlaggebend. Das Sehen mit beiden Augen verdeckt möglicherweise einen Sehfehler, der schon länger unbemerkt auf einem Auge besteht.

Mit einer Brillenverordnung für Kinder soll in den meisten Fällen eine Sehschwäche (Amblyopie) vermieden werden. Sie droht, wenn die Bildinformationen der beiden Augen aufgrund von Sehfehlern und/oder Schielen zu stark voneinander abweichen. Dann wird der Seheindruck des schwächeren Auges im Gehirn unterdrückt. In der frühen Kindheit (bis etwa zum Alter von vier Jahren), in der sich das Zusammenspiel zwischen Augen und Gehirn entwickelt, lässt sich diese Asymmetrie noch rückgängig machen. "Dieses Zeitfenster muss unbedingt genutzt werden", macht Dr. Friedrich klar. Deshalb können schon Babys auf eine Brille angewiesen sein.

Ein gewisser Aufwand kann schon damit verbunden sein, wenn ein Kind eine Brille bekommt: "Bei größeren Kindern müssen die Gläser manchmal in ihrer Stärke langsam aufgebaut werden", erläutert Dr. Friedrich. "Damit das Kind sich an die Korrektion gewöhnen kann, müssen die Gläser in seltenen Fällen zwei bis drei Mal im Abstand von einigen Wochen gewechselt werden." Die Brille ist für Kinder immer die Sehhilfe der ersten Wahl. Bei größeren Kindern können auch Kontaktlinsen eine Option sein. Dann ist es allerdings wichtig, dass die Kinder die für Kontaktlinsen unerlässlichen Hygieneregeln sorgfältig beachten.
Mit der richtigen Brille zum Erfolg in der Schule

Ein Sehfehler wie eine geringfügige Weitsichtigkeit, die im Alltag gar nicht auffällt, kann in der Schule, bei den Hausaufgaben und anderen Naharbeiten zu so genannten asthenopischen Beschwerden führen. Sie machen sich als Kopfschmerzen und Leseunlust bemerkbar und können auch zu Konzentrationsschwierigkeiten führen. In diesen Fällen kann die Sehhilfe den Kindern den Spaß am Lernen zurückgeben und so den Erfolg in der Schule sichern.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit
Oft hält die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern, Kindern und der Augenarztpraxis über mehrere Jahre an. Das Ziel ist ein voller Visus auf beiden Augen und ein möglichst gutes beidäugiges, also dreidimensionales Sehen. Eine einseitige Sehschwäche, die später einmal die Berufswahl einschränken könnte, soll verhindert werden. Zwei gesunde Augen ein Leben lang - das ist die Mühe in jungen Jahren allemal wert. (Berufsverband der Augenärzte)
Aktuelles vom 26.09.2011
Größte augenärztliche Fortbildung in Düsseldorf

"Differenzialdiagnostische Entscheidungswege in der Augenheilkunde"


so lautete das Haupthema der Augenärztlichen Akademie Deutschlands (AAD), die gerade wieder in Düsseldorf abgelaufen ist. Auch von unserer Praxis waren Ärzte und Mitarbeitern unter den zahlreichen Teilnehmern. Herr Rieks und Herr Wirdemann waren wieder eingeladen worden, um Fortbildungsveranstaltungen zu leiten.

"Die AAD, gemeinsam veranstaltet vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), ist der größte Fortbildungskongress für niedergelassene Augenärzte in Deutschland.

Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Augenheilkunde haben in der jüngsten Vergangenheit eine teils rasante Entwicklung erfahren und die Einblicke in die Krankheitsprozesse werden immer detaillierter. "Grundsätzliche Überlegungen werden gleich bleiben, spezielle Maßnahmen sind in den Jahren hinzugekommen und mögen manches verdrängt oder ersetzt haben", betont DOG-Generalsekretär Prof. Anselm Kampik in seinem Grußwort: "Eine Standortbestimmung für die täglichen Entscheidungswege in der Differenzialdiagnose ist das Ziel der diesjährigen Hauptreferate der AAD 2011.

Das Programm mit seinen Vorlesungen, Kursen, Minisymposien, Sprechstunden, Wetlabs und Industriesymposien deckt nicht nur das gesamte Spektrum der Augenheilkunde ab, es bietet auch viel Raum für weitere praxisrelevante Themenfelder, ergänzt der 1. BVA-Vorsitzende Prof. Bernd Bertram und verweist auf Angebote zur Gesundheitsökonomie, modernen Praxisführung, Gebührenordnung und Berufspolitik."

Aktuelles vom 27.03.2011
Neue Medikamente zugelassen.
Seit einigen Jahren werden zur Behandlung von Netzhauterkrankungen zunehmend Medikamente eingesetzt, die im Rahmen eines operativen Eingriffes in den Glaskörper des Auges gespritzt werden. Es handelt sich um sogenannte "intravitreale operative Medikamenteneingaben", die auch wir schon seit längerer Zeit unseren Patienten anbieten können.

Nun hat es in den letzten Wochen einige Neuerungen gegeben:

  • Behandlung einer Netzhauschwellung (Makulaödem) aufgrund eines venösen Gefäßverschlusses: Hier wird ein Cortison-Implantat in das Auge appliziert.

  • Behandlung einer Netzhauschwellung (Makulaödem) aufgrund eines Diabetes: Hier hat die Substanz Ranibizumab, die schon seit längerer Zeit bei der Behandlung der feuchten Makuladegeneration eingesetzt wird, nun die Zulassung erhalten.

Selbstverständlich können wir Ihnen solche neuen Therapien anbieten und in der Augentagesklink in Aurich durchführen.

Aktuelles vom 30.01.2011
Neue Geräte der Praxis
Seit einigen Wochen können wir in unserer Praxis auf zwei neue Geräte zurückgreifen. Es handelt sich um einen Keratographen zur Darstellung der Hornhautoberfläche sowie eine Spaltlampenkamera.


 
Keratograph:
Mit mehr als 10000 Messpunkten wird ein Oberflächenbild der Hornhaut erstellt. Diese "Landkarte" gibt uns wertvolle Hinweise über Hornhauterkrankungen und ist neben der Planung bei Kunstlinsenimplantationen auch für die Anpaßung von Kontaktllinsen wichtig. In der Sottware ist eine große Anzahl von Linsen hinterlegt und der Sitz der Linsen kann vorab simuliert werden.
 Keratograph
 Spaltlampenkamera:
Die Spaltlampe ist das Hauptarbeitsgerät des Augenarztes um sich das Auge mit einem Mikroskop anzuschauen. In dieser neuem Spaltlampe ist nun ein 
High-End-Kamerachip integriert, der speziell für die Anforderungen in der Ophthalmologie entwickelt wurde und detailreiche Bilder liefert, die selbstverständlich gespeichert werden können.
 



Aktuelles vom 28.08.2010
Lächeln statt Händedruck!
Bild Haendedruck

Wir kümmern uns um ihre Gesundheit - daher versuchen wir auch die Übertragung von Infektionen zu verhindern. Viele Krankheitserreger werden durch direkten Körperkontakt weitergegeben. Dieses kann besonders in Krankenhäusern und Arztpraxen ein Problem sein. Wir bitten Sie daher um Verständnis, dass wir Sie in Zukunft lieber mit einem Lächeln begrüßen. Es dient Ihrer und unserer Gesundheit.

Aktuelles vom 03.11.2009
Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte
Kritische Informationen zur geplanten elektronischen Gesundheitskarte finden Sie unter

http://www.diekrankheitskarte.de
Aktuelles vom 18.10.2009
Gemeinschaftspraxis Auricher Fachärzte
Wir freuen uns, Sie darüber informieren zu können, daß wir ab dem 01.10.2009 mit den Kollegen Dr. Bernd Zemke, Holger Claaßen und Dr. Manfred Saathoff die orts- und fachübergreifende Gemeinschaftspraxis Auricher Fachärzte betreiben

Wir bleiben mit dem augenärztlichen Praxisanteil in unseren Räumen in der Esenser Str. 2. Die Telefonnr. bleiben auch unverändert.

Die anderen Betriebstätten der Praxis sind:

Anästhesie
Dr. Bernd Zemke, 26603 Aurich, Esenser-Straße 29
Tel. 04941 - 997988

HNO
Holger Claaßen, 26603 Aurich, Jann-Berghaus-Straße 4
Tel. 04941 - 95500

Neurologie
Dr. Manfred Saathoff, 26603 Aurich, Lüchtenburger-Weg 6
Tel. 04941 - 66788

Aktuelles vom 01.10.2009
Webradio des Blindenverbandes
Der Blindenverband Niedersachsen veröffentlicht auf seinen Webseiten jeden Monat eine 45 minütige Radiosendung. Das BVN-Radio bringt Nachrichten, Reportagen, Informationen und Tipps. Sie können jede einzelne Folge direkt über das Internet hören oder als mp3-Datei speichern. Gehen Sie hierzu auf den folgenden Link des Blindenverbandes:

http://www.blindenverband.de/aktiv/informieren/radio.html



Aktuelles vom 30.09.2009
Grauer Star: Ursächliches Gen identifiziert

US-amerikanische Wissenschaftler konnten ein Gen identifizieren, das sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen zur Trübung der Augenlinse führt. Zwar war bisher bekannt, dass Katarakt in hohem Maße erblich ist, die genetischen Ursachen waren aber unbekannt.


Die Arbeitsgruppe um Bing-Cheng Wang und Sudha Iyengar von der Case Western Reserve University in Cleveland hoffen nun, dieses Wissen könnte zu neuen Behandlungen und einer Prävention von Katarakt führen, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Die Entdeckung von Wang war schließlich das Ergebnis zweier unabhängiger Forschungsarbeiten. Ursprünglich untersuchten Wang und seine Kollegen ein Gen, von welchem sie vermuteten, dass es die Bildung von Tumoren verhinderte.


Tatsächlich waren Mäuse ohne dieses Gen anfälliger für Krebs – gleichzeitig schienen sie aber im Alter auch vermehrt Katarakte zu bilden. Zur selben Zeit berichtete Wangs Kollege Iyengar über dieselbe Genregion im Zusammenhang mit altersbedingtem Katarakt.


EphA2, so heißt das Gen, enthält den Bauplan für ein Enzym, das geschädigte Proteine in der Linse repariert, berichten die Forscher. Mit zunehmendem Alter produziert das Gen immer weniger dieses Reparaturstoffs: Die Proteine in der Augenlinse werden zunehmend geschädigt und verklumpen, sodass sich die Linse eintrübt. Da auch die Brechkraft beeinflusst wird, leidet auch die Schärfe des Bildes.


Mithilfe dieser Studienergebnisse konnten die Wissenschaftler nun einige Mutationen im menschlichen EphA2-Gen bei Patienten mit dem altersbedingten grauen Star identifizieren, die die genetische Ursache der Krankheit belegen. In weiteren Studien wollen die Forscher den genauen Mechanismen, die zu dieser weit verbreiteten Erkrankung führen, genauer auf die Spur kommen und mögliche Therapieansätze finden.
Aktuelles vom 25.08.2009
DOC Nürnberg
Zusammen mit Mitarbeitern aus den operativen Einrichtungen in Aurich und Wilhelmshaven waren Herr Wirdemann und Herr Dr. Awe (Partner in der Augenklinik Aurich) auf der 22. Tagung der deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) in Nürnberg.

Neben zahlreichen Informationen und Diskussionen rund um die Operationen des Auges gab es auch Skurriles. So präsentierte ein Forscherteam aus Asien ein Video und zeigte dabei einen IPOD, der so umgebaut war, daß dieser ein Instrument steuerte, mit dem man eine Operation des Grauen Stars durchführen konnte. Man nannte diese Video "Phakoinstrument für die Tasche". Herkömmliche Geräte für den gleichen Eingriff kosten ca. 50000 Euro ....

Sehr interessant war eine Forschungsarbeit aus den Universitätsaugenklinik Heidelberg. Um Diabetespatienten, daß z.T. mehrfach täglich Pieksen in den Finger zur Blutzuckerkontrolle zu ersparen, wurde hier experimentell ein kleiner und normalerweise nicht sichtbare Microchip unter die Bindehaut implantiert. Mittels dieses Chips konnte dann von außen berührungslos und völlig schmerzfrei der Blutzuckerspiegel bestimmt werden. Ob und wann so etwas auch den Markt kommt, wurde nicht gesagt.
Aktuelles vom 21.06.2009
Geschafft!
Das gesamte Praxisteam gratuliert unserer Auszubildenden Julia Penning. Sie hat ihre Ausbildung mit Erfolg beendet und wird ab 01.07 bei uns als medizinische Fachangestellte (der neuen Berufsbezeichnung für Arzthelferinnen) weiterarbeiten.
Aktuelles vom 21.06.2009
Information zur trockenen Makuladegeneration
Neben den Webseiten, die wir in der linken Navigationsleiste  unter "Infos & Links" in der Rubrik "Makulaerkrankungen" angegeben haben, gibt es inzwischen eine neue Webseite u.a. mit Texten zum Anhören. Unter Bewahren Sie Ihr Augenlicht finden Sie Information zur Erkrankung, Diagnostik und Therapie.
Aktuelles vom 15.06.2009
10 Jahre Augenärztliche Akademie Deutschlands
Die diesjährige Augenärztliche Akademie Deutschlands stand unter dem Motte "10 Jahre AAD - Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen notwendiger und optimaler Versorgung".

Über 4000 Ärzte und augenärztliche Mitarbeiter aus allen deutschsprachigen Ländern nutzen die Gelegenheit um sich vom 10.-15.März in Düsseldorf in vielen Vorlesungen, Seminaren, Workshops und praktischen Übungen fortzubilden. Auch aus unserer Praxis waren mehrere Mitarbeiter und beide Praxisleiter zugegen.

Viele Diskussionen hatten die aktuellen Honorar"reformen" und Auswirkungen auf die tägliche Arbeit zum Inhalt.

"Medizin und Politik - auf den ersten Blick sind das getrennte Welten. Ein zweiter Blick aber lässt erkennen, dass beides eng zusammenhängt wie zum Beispiel die moderne Augenheilkunde und die aktuelle gesundheitspolitische Debatte.

Diesen Zusammenhang verdeutlichten der DOG-Generalsekretär Prof. Anselm Kampik und der
1. BVA-Vorsitzende Prof. Bernd Bertram während der AAD-Pressekonferenz mit einem "Doppel": Kampik stellte Meilensteine der Ophthalmologie auf und Bertram steckte das berufspolitische Umfeld ab.

Als wichtige Erfolge der Augenheilkunde in der jüngsten Vergangenheit nannte Kampik die Weiterentwicklung der Kataraktchirurgie hin zur mikroinzisionalen refraktiven Chirurgie, die Möglichkeit, Glaukom, AMD und DR erfolgreich diagnostizieren und behandeln zu können sowie die ersten zuversichtlich stimmenden Forschungsergebnisse auf den Gebieten der Netzhautchip-Entwicklung, der Gentherapie und Stammzellforschung.

Jede Innovation hat ihren Preis, doch in den Jahren des ophthalmologischen Fortschritts hat es in der GKV Stillstand, Rückschritt gegeben. Abgesehen von modernen Medikamenten seien so gut wie keine neuen augenärztlichen Leistungen mehr in den GKV-Katalog aufgenommen worden, unterstrich Bertram. Das Sachleistungsprinzip ist für die meisten Ärzte inzwischen zu einer ruinösen Flatrate geworden, und das einstige Rundum-Sorglos-Paket für den GKV-Patienten enthält längst nicht mehr alle medizinisch erforderlich Leistungen, so dass diese nur als IGeL angeboten werden können."

Auch interessante Zahlen wurden genannt:

"Die Zahl der ambulant tätigen Augenärzte ist mit rund 5500 gegenüber der ersten AAD vor zehn Jahren kaum verändert und aktuell gibt es auch genug Weiterbildungsassistenten, um die Zahl zu halten. Allerdings: Nach wie vor wandern Kolleginnen und Kollegen vor allem in die Schweiz, nach Frankreich und in die Niederlande ab.

Diese 5500 deutschen Augenärzte versorgen jährlich 29 Millionen Quartalsfälle. Zusätzlich gibt es 820 Kliniker, die rund 300.000 stationäre Patienten pro Jahr behandeln. Als "Arbeitgeber" bietet die Augenheilkunde rund 40.000 Arbeitsplätze in Kliniken und Praxen.

Aus dem gesamten GKV-Topf mt einem Volumen von 160 Milliarden Euro fließt ein Prozent in die Augenheilkunde: 700 Millionen Euro in die ambulate Versorgung, 300 bis 350 Millionen in die ambulanten OPs und 600 Millionen in den stationären Sektor. Den 1,6 GKV-Milliarden Euro für die gesamte Augenheilkunde stehen zirka 3,54 Milliarden Euro gegenüber, die jährlich für Sehhilfen ausgegeben werden, nur etwa rund 1,6 Prozent davon werden für Ausnamefälle von den gesetzlichen Kassen erstattet.

Das aktulle Augenarzthonorar in Nordrhein beträgt zurzeit zirka 9000 Euro pro Monat, die mittleren Praxiskosten liegen bei 9835 Euro. Das heißt, ohne weitere Einnahmen aus IGeLn und der PKV ist eine Augenarztpraxis nicht mehr wirtschaftlich zu führen."
Aktuelles vom 18.03.2009
Neue Links eingepflegt
Im Bereich "Infos&Links" haben wir im  im Ordner Sehbehinderungen einen neuen Link zur Deutschen ZentralBücherei für Blinde  eingefügt. Hier können Sehbehinderte Zeitschriften und Bücher in Punktschrift betellen sowie in der Hörbücherei kostenfrei Bücher und Kassetten auf CD und im MP3 Format ausleihen.

Für hiesige Zeitungen verweisen wir auch auf das Angebot des Kassettendienstes des Deutschen Roten Kreuzes in Aurich.

Im Ordner Allgemeine Patienteninformationen haben wir einen Link zur Borreliose Selbsthilfegruppe Ostfriesland gesetzt. Die Borreiliose ist eine häufige Ursache für Entzündungen im Augenbereich.
Aktuelles vom 18.01.2009
Veränderungen in der Praxis
Frau Brix hatte ihre Tätigkeit in der Praxis beendet. Herr Rieks und Herr Wirdemann führen die Praxis mit dem bewährten Team fort.
Aktuelles vom 01.01.2009
Von der DOG zurück.
Verbesserte Operationstechniken, neue Medikamente und Weiterentwicklungen bei Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sichern den Fortschritt in der Augenheilkunde. Wie dies auch die Lebensqualität der Patienten verbessert, diskutierte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) mit ihren Gästen auf dem 106. DOG-Kongress vom 18. bis 21. September im Berliner Estrel Hotel und Convention Center.

Auch wir waren unter den rund 4500 Teilnehmern. Herr Wirdemann war im Rahmen der Fortbildung für augenärztliches Assistenzpersonal als Referent eingeladen.

Im Fokus der Jahrestagung standen die "Perspektiven der Augenheilkunde - Innovationen für mehr Lebensqualität" - so lautetete das offizielle Kongressmotto 2008. Ärzte und Wissenschaftler informierten in Berlin beispielsweise über moderne Operationstechniken und Lasertherapien zum Erhalt der Sehfähigkeit. Ein weiterer Schwerpunkt waren neue Therapieansätze auf dem Gebiet der Altersassozierten Makuladegeneratiion (AMD).

Die Veranstaltungen des 106. DOG-Kongresses thematisierte darüber hinaus die Früherkennung von Netzhautveränderungen, den technischen Fortschritt bei bildgebenden Verfahren, jüngste Entwicklungen in der Implantatchirurgie und die Bedeutung von Biomarkern in der Augenheilkunde.

Aktuelles vom 21.09.2008
Wir wünschen allen Patienten schöne Ferien!!

Wir wünschen Ihnen schöne Urlaubstage! Das Wetter hat ja durchaus noch Verbesserungspotential.


Bis auf einige wenige Tage, an denen wir wegen Operationen halbtags geöffnet haben, bleibt die Öffnungszeiten unverändert. 

Aktuelles vom 07.07.2008
Protestaktionen der Niedergelassenen Ärzte

Warteschlange vor Augenarztpraxis

"Es war ein Bild, das an Schlangestehen zu DDR-Zeiten erinnerte. In Zweier- und Dreierreihen standen Hunderte Menschen in Aschersleben in Sachsen-Anhalt an. Ihr Ziel: Ein Termin beim Arzt. Es war die erste Sprechstunde von Augenarzt Dr. Detlev Hoffmann. Ab 05:00 Uhr, drei Stunden vor Sprechstundenbeginn, standen die Ersten an, bis zum Abend nahm der Ansturm nicht ab." (Fakt, 25.02.08)

Wir haben volles Verständnis für die Protestwoche der niedergelassenen Ärzte. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir uns an den Streiks der Ärzte gegen die sogenannten Gesundheitsreformen beteiligt. Dieses Mal ist die Praxis geöffnet, da wir u.a. nicht mehr glauben, daß sich die Verantwortlichen durch kurzandauernde Streiks beinflussen lassen.

Unseren Patienten, die als Wähler Einfluß nehmen können, empfehlen wir, sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Gute Infos gibt es z.B. hier:

- Es ist unrecht.

- Patient informiert sich

- Durchblick Gesundheit


Aktuelles vom 25.03.2008
AAD 2008
Wir waren für Sie auf der AAD
Vom 04. - 08.03.2008 fand in Düsseldorf die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) statt. Es ist eine der größten Fortbildungen für Augenärzte und Assistenzpersonal in Europa. Leitthema der Vorlesungen war diesmal die "Aktuelle Entwicklungen in der Augenheilkunde". Die über 4000 Teilnehmer konnten sich zudem in vielen Seminaren, Kursen und Meetings über die aktuelle Augenheilkunde informieren. Wichtige Themen waren wieder die aktuelle Behandlung der Makuladegeneration und zukünftige Entwicklungen bei der Behandlung der diabetesbedingten Netzhautveränderungen.

Beim großen Seminarangebot für Ärzte, Arzthelferinnen und Orthoptistinnen waren Herr Rieks und Herr Wirdemann als Referenten geladen.
Aktuelles vom 09.03.2008
Ocunet Weser-Ems
Wir sind Partner des Ocunet-Verbundes geworden.

Der OcuNet Verbund ist ein überregionaler Zusammenschluss von operierenden und nicht-operierenden ( Augenärzten.

Die augenchirurgischen Operationszentren sind große ambulante und stationäre Einrichtungen, die einen maßgeblichen Anteil aller Augenoperationen in Deutschland erbringen.
     
Im Schnitt werden pro Jahr in jedem Zentrum siebeneinhalbmal so viele Operationen durchgeführt wie in einer durchschnittlichen augenärztlichen Krankenhausabteilung in Deutschland. Sie gehören damit zu den großen Operationseinrichtungen in Deutschland.      
                   
Die Operation des grauen Stars (Katarakt) ist der häufigste Eingriff, aber auch Eingriffe bei grünem Star (Glaukom), Eingriffe an Netzhaut und Glaskörper, Operationen der Augenmuskeln und der Lider gehören zum Spektrum der augenchirurgischen OcuNet Zentren. Alle Zentren bieten refraktiv-chirurgische Operationen, vor allem die LASIK, zur Beseitigung der Fehlsichtigkeit in speziellen Laserzentren an.      
                   
Patientenversorgung im OcuNet Qualitätsnetzwerk      

OcuNet - Qualität im Auge
Zahlreiche nicht-operierende Augenärzte arbeiten mit den augenchirurgischen OcuNet Einrichtungen zusammen. Sie tragen die Verantwortung für die dauerhafte augenmedizinische Versorgung ihrer Patienten.

1. Der behandelnde Augenarzt stellt die Indikation zur Operation undführt die erforderlichen Untersuchungen durch. Er entscheidet mit dem Patienten, ob ein Eingriff ambulant oder stationär erfolgen soll.
2. Die Operation an sich erfolgt in einem augenchirurgischen OcuNet Zentrum.
3. Nach der Operation übernimmt der Hausaugenarzt die postoperative Kontrolle und stimmt sich hierbei mit dem Operationszentrum ab.
     
OcuNet — Qualität für Ihre Augen      

Im OcuNet Verbund steht die Qualität der Versorgung an erster Stelle. Die Zusammenarbeit der ca. 1.200 behandelnden Augenärzte und 100 Augenchirurgen im OcuNet Verbund gewährleistet eine ununterbrochene Versorgung der Patienten und einen kontinuierlichen Austausch unter den Kollegen. Daraus resultiert eine hohe Qualität der Patientenversorgung und der Erfolg kommt unmittelbar den Patienten zugute.


Aktuelles vom 10.02.2008
DOG Tagung in Berlin
Wir waren vom 20. - 23.09.07 für Sie auf der 105. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin.

Ein wesentlicher Schwerpunkt waren wieder die Neuerungen in der Therapie der altersassozierten Makuladegneration, die auch in unserer Praxis Anwendung finden.

Mehr als 5000 Teilnehmer  aus aller Welt trafen sich zu einem Erfahrungsaustausch über die aktuelle Augenheilkunde.

Bei der angegliederten Fortbildung für medizinisches Assistenzpersonal war auch Herr Wirdemann als Referent geladen.
Aktuelles vom 24.09.2007
Praxis nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert

Qualitätsmanagement

 

Wir haben die  Einführung des Qualitätsmangement-Systems nach DIN EN ISO 9001:2000 abgeschlossen und das entsprechende Zertifikat erhalten.


Durch das Qualitätsmanagement-System und durch die Verpflichtung Aller, die aufgestellten Praxisspielregeln einzuhalten, werden wir unser hohes  Niveau erhalten und weiter ausbauen. Die intern festgelegte Arbeitsabläufe und an Leitlinien orientierte Vorgehensweisen sind Ausdruck der hohen Qualitätsansprüche an unsere Arbeit und diese Leistungen kommen im vollen Umfang unseren Patienten zu gute.


Besonderen Anteil an der Zertifizierung und ihre Umsetzung in der Praxis haben die beiden Qualtitätsmangementbeauftragten Frau Claudia Berenbold und Frau Birgit Kleen.


Aktuelles vom 20.07.2007
Intravitreale operative Medikamenteneingaben
Nach Zulassung von 2 neuen Medikamenten zur Behandlung der altersabhängigenfeuchten Makulodegeneration mit intravitrealen operativen Medikamenteneingaben (IVOM) haben wir diese neue und höchst erfolgversprechene Therapieoption neben der Photodynamischen Therapie in unserer Behandlungsspektrum aufgenommen.

Worum handelt es sich dabei?

Bei der feuchten ("neovaskuären" altersabhänigen Makuladegeneraion kommt es zur Neubildung und zur Wucherung von Aderhautgefässen unter die Netzhaut, was regelhaft zu Blutungen in und unter die Netzhaut und schlußendlich zu einer Vernarbung der Stelle des schärfsten Sehens mit Ausfall des zentralen Gesichtsfeldes und Verlust der Lesefähigkeit führt. Mit neuen Wirkstoffen kann dieses Gefäßwachstum im Frühstadium aufgehalten und die zentrale Sehkraft erhalten werden. Die Wirkstoffe werden im Operationssaal im Rahmen eines operativen Eingriffs in den Augapfel injiziert und entfalten dort ihre Wirkung. Im Regelfall muss diese Behandlung bis zum Stillstand des Gefäßwachstums über 3-12 Monate in 4-6wöchigem Abstand wiederholt werden. Verlaufskontrollen umfassen die Fluoreszenzangiographie und die Okuläre Kohärenztomographie (OCT).

Eine Stellungnahme des Berufsverbandes der Augenärzte, der Retinologischen Geselleschaft und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft zu den akutellen therapeutischen Möglichkeiten finden Sie hier.

Aktuelles vom 20.07.2007
Pachymetrie als neue Untersuchung eingeführt
Wir haben unserem Gerätepark ein Pachymeter zugefügt.

Ein Pachymeter ist ein Messgerät zur Messung der Hornhautdicke am menschlichen Auge. Die gemessene Hornhautdicke ist sehr wichtig zur Bestimmung des richtigen Augeninnendruckes oder bei der Vorbereitung auf Augenoperationen. Durch die hohe Messgenauigkeit der Ultraschallmessgeräte lässt sich die Dicke der Hornhaut auf einige µ-Meter genau vermessen.

Warum ist die Messung Ihrer Hornhautdicke wichtig?
Im Rahmen der Glaukom-Vorsorgeuntersuchung wird der Augeninnendruck gemessen. Bisher ging man bei der Messung des Augeninnendrucks von einer durchschnittlichen Hornhautdicke von 0,550 mm aus. Was passiert aber, wenn die Hornhautdicke von dem Durchschnittswert 0,550 abweicht?

So wird die Messung des Augeninnendrucks von der Hornhautdicke beeinflusst:

Das Messergebnis des Augeninnendrucks verändert sich in Abhängigkeit von der Hornhautdicke. Ist die Hornhaut dünner als 0,550 mm, wird ein zu geringer Augeninnendruck gemessen als tatsächlich vorliegt. Mit Hilfe der Pachymetrie können wir die Hornhautdicke exakt bestimmen und diese Werte zur Berechnung Ihres tatsächlichen Augeninnendrucks verwenden.


Die Messung der Hornhautdicke ist daher eine wichtige Ergänzung der Glaukom-Diagnostik. Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für diese innovative Untersuchungsmethode im Rahmen der Glaukomvorsorge jedoch nicht.


Wie wird die Messung des Augeninnendrucks durchgeführt?
Mit dem Pachymeter ist es möglich, in einer sehr kurzen Untersuchungszeit eine genaue Messung der Hornhautdicke durchzuführen. Es ist eine einfache Untersuchung, bei der das Auge nach eine lokalen Betäubung nur kurz berührt wird. Sie ist vollkommen schmerzfrei. Sie können auch gleich im Anschluss wieder am Straßenverkehr teilnehmen.


Aktuelles vom 19.07.2007
DOC Nürnberg
Wir waren vom 17. – 20. Mai 2007 auf dem 20. Internationale Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen in Nürnberg.

Der Auftakt der Veranstaltung wurde traditionell mit interessanten Operationen innerhalb der Live Surgery begonnen und setzte sich fort mit  innovative Hauptvorträgen mit Podiumsdiskussionen. Im weiteren Verlauf gab es  Kurse, Wetlabs, die Seminarreihe „Management in Klinik und Praxis“ sowie Anästhesie-, Strabologische und Kontaktlinsen-Symposien, so daß das gesamte Spektrum der Ophthalmochirurgie abgedeckt war.

Die Veranstaltung wird inzwischen von fast 5000 Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern besucht.
Aktuelles vom 20.05.2007
Link zum Morbus Basedow
Wir haben einen neue Verknüpfung mit Informationen bezüglich des Morbus Basedow und zur endokrinen Orbitopathie eingefügt..

"Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, deren Ursachen, Symptome und Therapie mit vielen Fragezeichen versehen sind.

Die Krankheit verläuft individuell sehr unterschiedlich. Oft stehen Patient und Arzt der Krankheit hilflos gegenüber. Diese Seiten sollen Informationen und Hilfestellung für Betroffene beim Leben mit Morbus Basedow bieten."

Sie finden diese Informationen in der Navigationsleiste links unter "Infos & Links" bei den "Augenerkrankugen, allgemeinen".
Aktuelles vom 20.02.2007
Wir waren für Sie auf der AAD
Vom 13. - 17.02.2007 fand in Düsseldorf die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) statt. Es ist eine der größten Fortbildungen für Augenärzte und Assistenzpersonal in Europa. Leitthema der Vorlesungen war diesmal die "Apparative Diagnostik in der Augenheilkunde". Die über 3000 Teilnehmer konnten sich zudem in vielen Seminaren, Kursen und Meetings über die aktuelle Augenheilkunde informieren. Wichtige Themen waren insbesondere die aktuelle Behandlung der Makuladegeneration und zukünftige Entwicklungen bei der Behandlung der diabetesbedingten Netzhautveränderungen.

Auch hier wurde deutlich, daß immer mehr Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zum Standard gehören, die sich nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung wiederfinden. OCT, HRT, digitale Netzhautfotografie, digitale Angiographie, IOL-Master oder intravitreale Injektionen haben wir schon früh in unserer Praxis angeboten und sehen uns auch durch die aktuelle Fortbildung bestätigt.
Aktuelles vom 17.02.2007
Neuer Link zur Migräne
Wir haben einen neue Verknüpfung mit Informationen über die Migräne eingefügt.

"Bei ca. 10% der Migränepatienten fängt die Migräne mit einer sogenannten Aura (Vorstufe) an. Sie beginnt bis zu einer Stunde vorher und dauert in der Regel maximal 60 Minuten. Im direkten Anschluß startet die eigentliche Kopfschmerzphase, wie oben beschrieben.
Die häufigsten Symptome der Aura:
  • Lichtblitze
  • Zickzacklinien im Sichtfeld
  • Sehstörungen
  • Taubheitsgefühl und/oder Kribbeln im Bereich der Lippen und Hände
  • Manchmal sogar Lähmungen, Sprachstörungen und /oder Gangstörungen"

Sie finden diese Informationen in der Navigationsleiste links unter "Infos & Links" bei den "Allgemeinen Patienteninformationen.
Aktuelles vom 04.01.2007
Investition in Gesundheit

Investition in Gesundheit - Individuelle Gesundheitsleistungen - Kostenerstattung


Wegender Einsparungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen fürchten Patienten zunehmend einen Qualitätsverlust in Diagnostik und Therapie. In der Tat werden die modernsten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren in der Augenheilkunde durch die aktuellen Gebührenordnungen und Leistungskataloge der Krankenkassen nicht mehr abgebildet.


Ungeachtet der verordneten Einschränkungen der gesetzlichen Kostenträger bieten wir weiterhin allen Patienten die modernen meist bildgebenden Verfahren der Augendiagnostik (OCT; HRT, Augenhintergrundfotografie, IOL-Master) als individuelle Gesundheitsleistungen an. Nutzen Sie die modernen Möglichkeiten der Vorsorge und Vermeidung von ernsten Augenerkrankungen.




Aktuelles vom 08.12.2006
Bundesweiter Aktionstag am 04.12.2007

Auch unsere Praxis nimmt am bundesweiten Aktionstag, Montag, dem 4.12.2006, gegen die verfehlte Gesundheitspolitik der großen Koalition teil und protestiert gegen den vorliegenden Gesetzentwurf.


Es machen mit:

  • Bundesärztekammer
  • Bundeszahnärztekammer
  • Bundespsychotherapeutenkammer
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung
  • Marburger Bund
  • zahlreiche freie Ärzteverbände
  • und natürlich die Freie Ärzteschaft

Die Beteiligten und Betroffenen im Gesundheitswesen lehnen das Reformgesetz als völlig unzulänglich ab. Mit dem GKV-Wettbewerbs- stärkungsgesetz wird der Weg vorgezeichnet in einen staatlichen Gesundheitsdienst mit Wartelistenmedizin und Leistungsausschlüssen. Eine flächendeckende Versorgung der Patienten – bisher Qualitätsmerkmal des deutschen Gesundheitswesens – wird nachdiesem Gesetz nicht mehr möglich sein.


Die teilnehmenden Organisationen des bundesweiten Aktionstages am 4.Dezember wollen die Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland über die fatalen Folgen der geplanten Gesundheitsreform informieren. Gemeinsamwollen wir aufzeigen, wie die Patientenversorgung der Zukunft aussieht, wenn das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz in der vorliegenden Form verabschiedet wird.


An dem Aktionstag wird deshalb in weiten Teilen des Landes keine Normalversorgung stattfinden. Die Engpässe in der Versorgung werden spürbar sein, die Notfallversorgung bleibt davon aber unberührt.

Aktuelles vom 27.11.2006
Übersicht zuzahlungsbefreiter Arzneimittel

Wir haben die aktuelle Übersicht zuzahlungsbefreiter Arzneimittel für Sie mit unseren Seiten verlinkt. Es sind dort sämtliche jeweils aktuell zuzahlungsbefreiten Arzneimittel veröffentlicht. Zur Zeit handelt es sich um ca. 2500 verschiedene Präparate. Ein Medikament, welches als Augentropfen oder Augensalbe abgeben wird, ist zur Zeit nicht dabei.

Aktuelles vom 23.07.2006
Gästebuch entfernt
Wir haben das Gästebuch von unserer Homepage entfernt, da es pro Tag 8-10 Spam-Einträge gab. Diese Einträge werden automatisch erzeugt und sollen wohl neue Kunden auf andere Webseiten bringen.
Aktuelles vom 18.07.2006
Qualitätsmanagement

In vielen Bereichen unserer Praxis haben wir bereits intern festgelegte Arbeitsabläufe und an Leitlinien orientierte Vorgehensweisen. Diese hohen Qualitätsansprüche an unsere Arbeit und Leistungen kommen bereits jetzt im vollen Umfang unseren Patienten zu gute.

 

Wir haben uns jetzt allerdings entschlossen, den Aufbau eines Qualitätsmangement- Systems nach DIN EN ISO 9001:2000 voranzutreiben und werden es vermutlich in diesem Jahr abschliessen. Durch das eingeführte Qualitätsmanagement- System und durch die Verpflichtung Aller, die aufgestellten Praxisspielregeln einzuhalten, werden wir unser hohes  Niveau erhalten und weiter ausbauen.

 

Aktuelles vom 16.05.2006
Praxis wegen Fortbildung am 21.04. geschlossen
Aufgrund einer Fortbildung der Kassenärztlichen Vereinigung, Bezirksstelle Aurich, wegen des Arzneimittelwirtschaftlichkeitsgesetzes bleibt die Praxis am 21.04.2006 geschlossen.
Aktuelles vom 18.04.2006
3. Nationaler Ärzteprotesttag in Berlin
Am 1905.2006 findet in Berlin der 3. Nationale Protesttag derÄrzte,der Psychotherapeuten, der Praxismitarbeiter und der Patienten statt. Neben den meisten Ostfriesischen Arztpraxen werden auch wir uns an diesem Tag beteiligen.

Zusammen mit den Arzthelferinnen, deren Arbeitsplätze gefährdet sind, und den Patienten und Patientenverbänden, die für den Erhalt der wohnortnahen Versorgung durch Haus- und Fachärzte bei freier Arztwahl eintreten, kämpfen wir für den Erhalt der Praxen. Nurmit fairen festen Honoraren in Euro und Cent, sowie radikaler Entrümpelung von bürokratischem Ballast, ist die wohnortnahe Versorgungund die Existenz der Praxen zu sichern.
Aktuelles vom 17.04.2006
Fortbildungen
Die Augenheilkunde ist einem stetigen Wandel unterworfen. Die Therapie der Netzhauterkrankungen hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert und neue Möglichkeiten bei der Behandlung der Makuladegeneration sind absehbar.

Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit unser Wissen ständig auf dem neuesten Stand zu halten. In diesem Monat nehmen wir u.a. an der weltweit bedeutendensten Fortbildung für operierende Augenärzte sowie an der Tagung der Augenärzte Deutschlands in Düsseldorf teil.
Aktuelles vom 17.03.2006
Augenärztliche Fortbildung in Aurich

Am Samstag, den 11.02.2006, wurde im Seminarhotel Aurich von der Augentagesklinik Ostfriesland eine  Fortbildung veranstaltet, die von unserer Praxis organisiert wurde. Für Kollegen aus der ostfriesischen  Region wurde von kompetenten Dozenten über neuere diagnostische Untersuchungsmöglichkeiten bei der Makuladegeneration, beim Diabetes mellitus und bei Grünen Star referiert.

 

Insbesondere, die unserer Praxis vorhandenen Untersuchungsmöglichkeiten mit der Optischen Kohärenztomographie (OCT) und der lasergestützten Vermessung des Sehnervenskopfes (HRT), stellen eine erhebliche Erweiterung des Untersuchungsspektrums dar und sind aus der täglichen Diagnostik nicht mehr wegzudenken.

 

 

Aktuelles vom 11.02.2006
Bundesweite Ärzteproteste
Wir beteiligen uns an den bundesweiten Protesten der Ärzteschaft.

Wir sind für den Fortbestand des bewährten Systems einer flächendeckenden, wohnortnahen medizinische Versorgung der Bevölkerung durch freie Praxen. Der Fortbestand der weltweit einzigartigen medizinischen Versorgung ist aber nur mit fairen und festen Honoraren in Euro und Cent möglich.

Die Weiterführung der bisherigen Politik führt zu:

  • gewolltem Sterben der niedergelassenen Fachärzte
  • drastische Unterfinanzierung der niedergelassenen Fachärzte
  • erschwertem Zugang zum Facharzt für den Patienten
  • Strafgeldern bei Budgetüberschreitung
  • überbordender Bürokratie
  • Arbeitsplatzvernichtung für Mitarbeiter und Ärzte
  • fehlender Planungssicherheit für alle Ärzte durch ständig sinkenden und nicht kalulierbaren Punktwert
  • hohem finanziellem Risiko trotz gewissenhafter Medikamentenverordnung
  • Verschlechterung der patientennahen dezentralen fachärztlichen Versorgung.


Nachdem wir bereits am nationalem Protesttag der Ärzte am 18.01. in Berlin teilgenommen haben, werden wir unsere Praxis auch am 09.02.2006 für die kassenärztliche Versorgung schliessen.
Aktuelles vom 31.01.2006
Woche des Sehens

Wir haben uns an der nationalen Woche des Sehens beteiligt. Herr Wirdemann, Auricher Optiker, die Firma Novartis und der Lions-Club Aurich "tom Brook"  informierten in den Räumen der Kreisvolkshochschule Aurich über das diesjährige Thema, die Makuladegeneration, bzw. Ihre Arbeit mit Blinden und Sehbehinderten.

Aktuelles vom 14.10.2005
Support, auch per Fernsteuerung

Der Hersteller dieses CMS - DynaLex, Inh.: Leonhard Park - weist darauf hin, dass im Notfall ab sofort auch die Möglichkeit geboten wird, über eine Spezialsoftware, der DynaLex - HelpDesk SC (Single Click) mit einem einzigen Mausklick zu Ihnen zu kommen und Ihren PC für eine Supportsitzung direkt zu übernehmen, sicher, denn während dieser Fernsteuerung Ihres Rechners werden die Daten hoch verschlüsselt übertragen. Nach der Support - Sitzung wird die Software wieder vollständig von Ihrem Rechner entfernt!

 

Vielfach lassen sich Fragen bereits aus der Ferne klären und vor allem gleich auf Ihrem PC lösen. Nähere Informationen zur DynaLex - HelpDesk SC finden Sie hier

 

Während ein Support per Email kostenfrei ist, bittet der Hersteller um Verständnis, dass Support-Sitzungen über DynaLex - HelpDesk SC nicht kostenfrei sind und zum üblichen Stundensatz im 10 - Minuten - Takt abzurechnen sind.

Aktuelles vom 13.10.2005
Mail-Generator intern ist aktiv

CMS - intern: Alle, die an dieser Webseite mitwirken, haben im internen Bereich dieser Webseite u.a. die Möglichkeit, allen dort eingetragenen Redakteuren, Editoren und Administratoren eine Mail mit Hilfe eines Formulars zu senden. Diese Funktion ist aktiviert! Der Administrator verwaltet die Benutzer dieses Systems.

 

Wer Zugang braucht, findet im Login einen Link zur Anforderung der Zugangsdaten oder kann auch das auch gleich hier erledigen!

Aktuelles vom 12.10.2005