Augenarztpraxis Rieks
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Klare Sicht – für mehr Lebensqualität und Sicherheit

Grauer Star: Besser sehen nach der Operation

Die Operation des Grauen Stars ist eine der Erfolgsgeschichten der modernen Augenheilkunde: Die trüb gewordene Augenlinse wird operativ zerkleinert und abgesaugt, ein Kunststoff-Implantat ersetzt sie und verschafft dem Patienten wieder klare Sicht. Für die meist schon älteren Patienten bedeutet dies nicht nur einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität, sondern auch einen Zugewinn an Sicherheit, erklärt Dr. Ludger Wollring vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Nach der Kataraktoperation sinkt die Gefahr zu stolpern und zu stürzen.“

Unter den Augenkrankheiten, die vor allem im fortgeschrittenen Alter auftreten, ist die Katarakt diejenige, die die besten Aussichten auf Heilung bietet. Die Trübung der Augenlinse verursacht Einbußen bei der Sehschärfe, eine veränderte Farbwahrnehmung und eine verstärkte Blendempfindlichkeit. Doch nicht nur diese Symptome lassen sich beseitigen: Bei der Operation kann mit modernen Methoden sogar eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden, so dass man seltener auf eine Sehhilfe angewiesen ist. Unter Umständen ist es sogar möglich, Kunstlinsen zu implantieren, die eine weitgehende Unabhängigkeit von der Brille schaffen. Das ist nicht nur für die „Best Ager“, die ihre Hobbies pflegen und Sport treiben von Vorteil. „Bei hochbetagten Menschen, die in einem Pflegeheim leben, ist es eine große Hilfe, wenn nicht ständig nach der Brille gesucht werden muss“, hat Dr. Wollring beobachtet.

Die Auswahl an Kunstlinsen wird immer breiter, so dass für jeden Patienten das individuell passende Implantat gewählt werden kann. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Art der Linsenoptik:

-       Standard sind so genannte Monofokallinsen, die scharfes Sehen in der Ferne ermöglichen. Zum Lesen wird dann noch eine Sehhilfe benötigt.

-       Zu den Sonderlinsen zählen die torischen Intraokularlinsen, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen können.

-       Eine weitere Gruppe der Sonderlinsen sind Multifokallinsen. Sie verteilen das Licht auf mehrere Brennpunkte und ermöglichen so scharfes Sehen in der Ferne und in der Nähe. Allerdings können bei diesen Linsen störende optische Phänomene auftreten. Deshalb ist eine eingehende Beratung des Patienten Voraussetzung, wenn eine solche Linse zum Einsatz kommen soll.

-       Relativ neu auf dem Markt sind Kunstlinsen mit einer erweiterten Tiefenschärfe (extended depth of focus, EDOF). Auch sie ermöglichen eine weitgehende Unabhängigkeit von der Sehhilfe.

Zunächst werden die Augen des Patienten genau untersucht und vermessen. Die Untersuchungsergebnisse bilden dann die Grundlage für die weiteren Entscheidungen. Welche Kunstlinse im individuellen Fall zum Einsatz kommt, das wird dann in einem eingehenden Beratungsgespräch geklärt. Dabei spielt eine Rolle, ob die Augen – abgesehen von der Linsentrübung – gesund sind, oder ob eine andere Augenkrankheit wie ein Glaukom oder eine Makuladegeneration vorliegt. Die Sehgewohnheiten des Patienten spielen eine weitere wichtige Rolle: Fährt er häufig im Dunkeln Auto, liest er viel oder treibt er häufig im Freien Sport? Solche Fragen werden ebenfalls berücksichtigt.

Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die Operation und die Implantation der Standardlinsen. Mehrkosten für Sonderlinsen und auch für damit verbundene zusätzliche Voruntersuchungen haben die Patienten privat zu bezahlen.

Die Operation selbst erfolgt in den allermeisten Fällen ambulant. Das heißt, wenige Stunden nach dem Eingriff ist man schon wieder zu Hause. Bei einer Kontrolluntersuchung beim Augenarzt am nächsten Tag wird überprüft, ob alles in Ordnung ist. Die Kataraktoperation ist weltweit und auch in Deutschland der häufigste Eingriff überhaupt – etwa 900.000 Mal pro Jahr wird er hier ausgeführt. Komplikationen sind dabei äußerst selten. Die allermeisten Patienten erleben einen Zugewinn an Lebensqualität, das bessere Sehvermögen ermöglicht ihnen, ihr Leben aktiver zu gestalten.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Die Makuladegeneration ist eine chronische Krankheit

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands rät zu kontinuierlicher medizinischer Versorgung

Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste das Sehvermögen bedrohende Krankheit. Sie tritt in zwei Formen auf: der langsam fortschreitenden trockenen AMD und der aggressiveren feuchten AMD. Für letztere gibt es eine Behandlung, mit der der Sehverlust meist aufgehalten werden kann. Engmaschige Kontrollen und oft viele Behandlungen müssen allerdings in der Regel über Jahre hinweg erfolgen, denn die AMD ist eine chronische Krankheit, erläutert Netzhautspezialist Prof. Dr. Hans Hoerauf vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Bei der trockenen AMD gehen im Bereich der Netzhautmitte (auch so genannter „gelber Fleck“ oder „Makula lutea“), die lichtempfindlichen Zellen nach und nach verloren. Bei bestimmten Stadien der trockenen AMD kann man durch Einnahme von Antioxidatien (Zink, Vitamin C und E, Lutein) die Verschlechterung verlangsamen. Für die trockene Form sind weitere Therapien in Erprobung, jedoch noch keine verfügbar. Bei der feuchten AMD beschleunigen krankhaft in die Makula wachsende Blutgefäße den Prozess: Sie sind undicht, Flüssigkeit tritt in und unter das Netzhaut-Gewebe und hebt die Schicht der lichtempfindlichen Zellen von der darunterliegenden, sie ernährenden Zellschicht ab. Die Netzhaut schwillt an, die Betroffenen nehmen im Zentrum des Gesichtsfelds Verzerrungen wahr – gerade Linien erscheinen krumm, und die Sehschärfe wird schlechter.

Mit Medikamenten, die direkt ins Augeninnere gegeben werden, gelingt es bei vielen Patienten, die feuchte AMD unter Kontrolle zu bringen: Die Medikamente hemmen den Botenstoff VEGF (vascular endothelial growth factor), der für das Wachstum der krankhaften Blutgefäße im Bereich der Netzhautmitte verantwortlich ist. Die Flüssigkeitsansammlungen werden abgebaut, die Netzhautdicke normalisiert sich wieder und die schädlichen Gefäße können keine Sehzellen mehr zerstören.

Zu Beginn der Behandlung erfolgen in monatlichen Abständen drei Medikamentengaben ins Auge. Damit ist die Therapie jedoch nicht abgeschlossen, betont Prof. Hoerauf, sondern es handelt sich um eine Aufsättigungsphase, nach der auch die Wirksamkeit des verabreichten Medikaments beurteilt wird. Viele Patienten verwechseln dies und denken fälschlicherweise, dass nach den drei Medikamenteneingaben die Therapie beendet ist. Dies trifft leider nur für einen kleinen Teil der Patienten zu. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollten sich die Patienten bewusst sein, dass die AMD eine chronische Krankheit ist. Um das Sehvermögen zu erhalten, sind daher vielfach weitere Behandlungsserien notwendig. Die Abstände, in denen weitere Medikamentengaben erfolgen, sind dabei individuell verschieden.

Für die Beurteilung, wie oft eine Behandlung notwendig ist, untersuchen Augenärzte AMD-Patienten mit einer Sehschärfenbestimmung, einer Netzhautspiegelung und einer optischen Kohärenztomographie (OCT). Die OCT, ein berührungsloses Verfahren, liefert detaillierte, hochaufgelöste Schnittbilder der Netzhaut, auf denen zu sehen ist, ob noch Zeichen eines hereinwachsenden Gefäßes und Flüssigkeitsansammlungen vorhanden sind. Basierend auf diesen Bildern können Augenärzte die Krankheitsaktivität beurteilen.

Für eine langfristig erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, dass die Patienten die vereinbarten Termine zuverlässig wahrnehmen und die Therapie kontinuierlich fortsetzen. Der Aufwand dafür ist für die Patienten und oft auch für ihre Angehörigen groß. Der Lohn für die Mühe ist der Erhalt des Augenlichts, das für die Lebensqualität gerade im Alter eine große Bedeutung hat.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte

Vorausschauend handeln – Augenlicht schützen

Welche Früherkennungsuntersuchungen empfehlen Augenärzte?

Für die meisten Menschen ist das Sehen der wichtigste unserer Sinne. Zugleich nehmen sie das Sehen als selbstverständlich hin und schenken der Gesundheit ihrer Augen kaum Aufmerksamkeit. Viele Augenkrankheiten beginnen jedoch schleichend und ohne Symptome. Dabei sind die Chancen, sie erfolgreich zu behandeln, umso besser, je früher sie erkannt werden. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) rät daher zu Früherkennungsuntersuchungen.

Amblyopievorsorge: Damit sich das Sehvermögen bei Kindern optimal entwickeln kann sollten alle Kinder spätestens um den dritten Geburtstag herum einmal augenärztlich untersucht werden, um eine Fehlsichtigkeit oder Schielen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Wenn in der Familie bereits Sehfehler bekannt sind, das Kind deutlich schielt oder bei Frühgeborenen ist eine Untersuchung bereits im Alter von sechs Monaten zu empfehlen. Bleiben ein Sehfehler oder auch ein schwaches Schielen unentdeckt, besteht die Gefahr, dass ein Auge nicht die volle Sehkraft erreichen kann, weil der Seheindruck im Gehirn nicht korrekt verarbeitet wird. Diese Sehschwäche (Amblyopie) ist bei Kindern gut behandelbar, je älter die Betroffenen sind, desto geringer sind die Erfolgsaussichten. „Bei den Einschulungsuntersuchungen durch die Gesundheitsämter weisen sechs Prozent der Kinder, die vor dem dritten Geburtstag nicht augenärztlich untersucht wurden, eine einseitige Sehschwäche auf“, merkt Dr. Ludger Wollring, Pressesprecher des BVA an.

Früherkennung des Glaukoms (Grüner Star): Der Grüne Star ist eine tückische Krankheit, bei der nach und nach die Fasern des Sehnervs absterben. Dadurch entstehen, vom Rand her beginnend, Ausfälle im Gesichtsfeld. Betroffene verspüren keine Schmerzen und bemerken selbst in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit keine Symptome, da das andere Auge die Defizite ausgleicht und wegen des „fill-in“-Phänomens: Blinde Flecken werden nicht als „schwarze Löcher“ wahrgenommen, sondern das Gehirn erstellt ein möglichst homogenes Bild aufgrund der vorhandenen Sehinformationen. Erst wenn der größte Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist, werden die entstehenden blinden Flecken im Gesichtsfeld bemerkt. Rechtzeitig erkannt, lässt sich das Glaukom mit Augentropfen, Lasereingriffen oder Operationen gut behandeln. Deshalb sind ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen ratsam. Dabei wird der Sehnervenkopf am Augenhintergrund auf Auffälligkeiten untersucht und der Augeninnendruck wird gemessen. Er ist neben dem Alter ein wichtiger Risikofaktor. Menschen mit dunkler Hautfarbe wird die Untersuchung bereits ab dem 30. Lebensjahr empfohlen. Auch Menschen, deren Verwandte 1. Grades unter einem Glaukom leiden, sollten sich schon in jüngeren Jahren regelmäßig untersuchen lassen.

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Sumbawanga

November 2017: Erster gemeinsamer Einsatz von Interplast und Deutschem Komitee zur Verhütung von Blindheit


Vom 28.10. - 12.11. waren die Augenärzte Karsten Paust und Arno Wirdemann, der Anästhesist Florian Stader und die Op-Schwester Hannah Amamou in Sumbawanga, im Südwesten von Tansania. Es wurden knapp 600 Patienten untersucht, über 160 Operationen(vornehmlich Katarakt-OP ́s) erfolgreich abgeschlossen.


Die Einsätze werden ausschließlich über Spenden finanziert. Wir sind immer wieder beeindruckt, wie sich einerseits unsere Teammitglieder, zeitlich, materiell und finanziell mit einbringen und welche Unterstützung wir von externen Spendern erhalten. Allen sei herzlich gedankt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Global vision: Report Sumbawanga

Der nächste Einsatz ist geplant vom 21.04.-06.05.2018

 

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