Augenarztpraxis Rieks
und
Wirdemann

Praxiskontakt

Augenmedizinisches Versorgungszentrum Aurich

Esenser Str. 2

26603 Aurich

 

Tel.: (0 49 41) - 67 07 0

Fax: (0 49 41) - 67 07 1

E-Mail

 

Sprechstunden:

Montag - Donnerstag:

09.00 - 12.00 Uhr

15.00 - 18.00 Uhr

Freitag:

09.00 - 13.00 Uhr

 

Außerdem nach Vereinbarung!

Vereinbaren Sie per Telefon, Fax, Email oder hier auf der Webseite einen Termin!

 

Beachten Sie auch unsere Notdienstinformationen!

Den Durchblick behalten – Kurzsichtigkeit bremsen

 Augenärzte informieren: Myopie entsteht meist in der Kindheit

 

Düsseldorf 21.05.2019 – Der weltweite Trend einer Zunahme der Kurzsichtigkeit lässt sich für Deutschland bisher nicht belegen. Doch der Trend zu vermehrter Naharbeit könnte in den kommenden Jahren auch hierzulande dazu führen, dass mehr Kinder kurzsichtig werden. Prof. Dr. Wolf Lagrèze und Prof. Dr. Bernd Bertram, 1. Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) erläutern, wie Eltern dazu beitragen können, dass ihre Kinder den Durchblick behalten.

Es ist relativ einfach: Kinder sollten sich täglich mindestens zwei Stunden bei Tageslicht im Freien aufhalten. Dann sinkt das Risiko, dass sie kurzsichtig werden, um die Hälfte. Naharbeit – längeres konzentriertes Schauen auf ein Objekt in einem Abstand unter 30 cm – fördert dagegen die Kurzsichtigkeit. Eltern sollten deshalb unter anderem kritisch im Blick behalten, wie lange ihre Kinder sich mit Smartphones, Tablets und Computern beschäftigen. Wissenschaftlich fundierte „Grenzwerte“, wie lange pro Tag Kinder welchen Alters höchstens auf solche Bildschirme schauen sollten, gibt es nicht. Aber Augenärzte sehen es mit Sorge, wenn sich schon Kleinkinder mit diesen Geräten befassen. Je jünger ein Kind ist, desto kürzer sollte die Zeit sein, die es mit Naharbeit verbringt.

 Warum wird das Auge kurzsichtig?

 Das „normale“ menschliche Auge ist etwa 24 mm lang. Ein längerer Augapfel ist kurzsichtig (myop) – schon ein Millimeter mehr macht einen Sehfehler von 2,7 Dioptrien aus. Beim Schauen in die Ferne werden die ins Auge fallenden Lichtstrahlen dann nicht mehr auf der Netzhautebene fokussiert, sondern davor. In Deutschland sind etwa 15 Prozent aller Kinder am Ende der Grundschulzeit kurzsichtig, im Alter von 25 Jahren sind dann 45 Prozent aller Menschen betroffen. Dabei ist die Rate in den letzten 15 Jahren gleich geblieben: Der Anteil der Brillen, die Kindern und Jugendlichen wegen einer Kurzsichtigkeit verordnet wurden, ist nicht gestiegen. Von einer „Epidemie der Kurzsichtigkeit“ kann also bisher keine Rede sein. Doch Prof. Lagrèze und Prof. Bertram empfehlen Eltern, das Sehvermögen ihrer Kinder im Auge zu haben.

 Umweltfaktoren und Veranlagung

Weiterlesen: Den Durchblick behalten – Kurzsichtigkeit bremsen

Die Makuladegeneration ist eine chronische Krankheit

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands rät zu kontinuierlicher medizinischer Versorgung

Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste das Sehvermögen bedrohende Krankheit. Sie tritt in zwei Formen auf: der langsam fortschreitenden trockenen AMD und der aggressiveren feuchten AMD. Für letztere gibt es eine Behandlung, mit der der Sehverlust meist aufgehalten werden kann. Engmaschige Kontrollen und oft viele Behandlungen müssen allerdings in der Regel über Jahre hinweg erfolgen, denn die AMD ist eine chronische Krankheit, erläutert Netzhautspezialist Prof. Dr. Hans Hoerauf vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Bei der trockenen AMD gehen im Bereich der Netzhautmitte (auch so genannter „gelber Fleck“ oder „Makula lutea“), die lichtempfindlichen Zellen nach und nach verloren. Bei bestimmten Stadien der trockenen AMD kann man durch Einnahme von Antioxidatien (Zink, Vitamin C und E, Lutein) die Verschlechterung verlangsamen. Für die trockene Form sind weitere Therapien in Erprobung, jedoch noch keine verfügbar. Bei der feuchten AMD beschleunigen krankhaft in die Makula wachsende Blutgefäße den Prozess: Sie sind undicht, Flüssigkeit tritt in und unter das Netzhaut-Gewebe und hebt die Schicht der lichtempfindlichen Zellen von der darunterliegenden, sie ernährenden Zellschicht ab. Die Netzhaut schwillt an, die Betroffenen nehmen im Zentrum des Gesichtsfelds Verzerrungen wahr – gerade Linien erscheinen krumm, und die Sehschärfe wird schlechter.

Mit Medikamenten, die direkt ins Augeninnere gegeben werden, gelingt es bei vielen Patienten, die feuchte AMD unter Kontrolle zu bringen: Die Medikamente hemmen den Botenstoff VEGF (vascular endothelial growth factor), der für das Wachstum der krankhaften Blutgefäße im Bereich der Netzhautmitte verantwortlich ist. Die Flüssigkeitsansammlungen werden abgebaut, die Netzhautdicke normalisiert sich wieder und die schädlichen Gefäße können keine Sehzellen mehr zerstören.

Weiterlesen: Die Makuladegeneration ist eine chronische Krankheit

Sumbawanga

November 2017: Erster gemeinsamer Einsatz von Interplast und Deutschem Komitee zur Verhütung von Blindheit


Vom 28.10. - 12.11. waren die Augenärzte Karsten Paust und Arno Wirdemann, der Anästhesist Florian Stader und die Op-Schwester Hannah Amamou in Sumbawanga, im Südwesten von Tansania. Es wurden knapp 600 Patienten untersucht, über 160 Operationen(vornehmlich Katarakt-OP ́s) erfolgreich abgeschlossen.


Die Einsätze werden ausschließlich über Spenden finanziert. Wir sind immer wieder beeindruckt, wie sich einerseits unsere Teammitglieder, zeitlich, materiell und finanziell mit einbringen und welche Unterstützung wir von externen Spendern erhalten. Allen sei herzlich gedankt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Global vision: Report Sumbawanga

Der nächste Einsatz ist geplant vom 21.04.-06.05.2018

 

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (GlobalVision012018.pdf)Global Vision: Sumbawanga[Global Vision Report Sumbawanga]5203 kB

Klare Sicht – für mehr Lebensqualität und Sicherheit

Grauer Star: Besser sehen nach der Operation

Die Operation des Grauen Stars ist eine der Erfolgsgeschichten der modernen Augenheilkunde: Die trüb gewordene Augenlinse wird operativ zerkleinert und abgesaugt, ein Kunststoff-Implantat ersetzt sie und verschafft dem Patienten wieder klare Sicht. Für die meist schon älteren Patienten bedeutet dies nicht nur einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität, sondern auch einen Zugewinn an Sicherheit, erklärt Dr. Ludger Wollring vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Nach der Kataraktoperation sinkt die Gefahr zu stolpern und zu stürzen.“

Unter den Augenkrankheiten, die vor allem im fortgeschrittenen Alter auftreten, ist die Katarakt diejenige, die die besten Aussichten auf Heilung bietet. Die Trübung der Augenlinse verursacht Einbußen bei der Sehschärfe, eine veränderte Farbwahrnehmung und eine verstärkte Blendempfindlichkeit. Doch nicht nur diese Symptome lassen sich beseitigen: Bei der Operation kann mit modernen Methoden sogar eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden, so dass man seltener auf eine Sehhilfe angewiesen ist. Unter Umständen ist es sogar möglich, Kunstlinsen zu implantieren, die eine weitgehende Unabhängigkeit von der Brille schaffen. Das ist nicht nur für die „Best Ager“, die ihre Hobbies pflegen und Sport treiben von Vorteil. „Bei hochbetagten Menschen, die in einem Pflegeheim leben, ist es eine große Hilfe, wenn nicht ständig nach der Brille gesucht werden muss“, hat Dr. Wollring beobachtet.

Die Auswahl an Kunstlinsen wird immer breiter, so dass für jeden Patienten das individuell passende Implantat gewählt werden kann. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Art der Linsenoptik:

-       Standard sind so genannte Monofokallinsen, die scharfes Sehen in der Ferne ermöglichen. Zum Lesen wird dann noch eine Sehhilfe benötigt.

-       Zu den Sonderlinsen zählen die torischen Intraokularlinsen, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen können.

-       Eine weitere Gruppe der Sonderlinsen sind Multifokallinsen. Sie verteilen das Licht auf mehrere Brennpunkte und ermöglichen so scharfes Sehen in der Ferne und in der Nähe. Allerdings können bei diesen Linsen störende optische Phänomene auftreten. Deshalb ist eine eingehende Beratung des Patienten Voraussetzung, wenn eine solche Linse zum Einsatz kommen soll.

-       Relativ neu auf dem Markt sind Kunstlinsen mit einer erweiterten Tiefenschärfe (extended depth of focus, EDOF). Auch sie ermöglichen eine weitgehende Unabhängigkeit von der Sehhilfe.

Weiterlesen: Klare Sicht – für mehr Lebensqualität und Sicherheit